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Remscheid
Dachstuhlbrand aus Fahrlässigkeit

Haus nach Dachstuhlbrand in Remscheid unbewohnbar
Haus nach Dachstuhlbrand in Remscheid unbewohnbar FOTO: Ralf Kollmann
Remscheid. Der Dachstuhlbrand am frühen Ostersonntag an der Geibelstraße, bei dem zwei Mehrfamilienhäuser stark beschädigt wurden, ist offenbar aus Fahrlässigkeit entstanden.

Zu diesem Ergebnis kommen Brandermittler der Kripo. "Das Feuer ging vom Bett aus", sagte gestern ein Polizeisprecher. Ob etwa eine brennende Zigarettenkippe das Feuer entzündet hat oder eine andere Ursache in Frage kommt, könne derzeit noch nicht gesagt werden.

Zum Zeitpunkt des Feuers hielt sich ein 21-Jähriger mit seiner 56-jährigen Mutter in der Dachwohnung auf. Der junge Mann rettete sich durch ein Fenster aufs Dach und wurde über ein anderes Fenster von einem Nachbarn zurück ins haus geholt. Die Frau wurde von Rettungskräften durch den Flur ins Freie gebracht. Beide Häuser waren komplett evakuiert und aus Sicherheitsgründen gesperrt worden. Die Bewohner kamen bei Freunden oder Verwandten unter.

Die Polizei schätzt den Schaden auf 200 000 Euro. "Es könnten auch mehr sein," sagt Ralf Markert, kaufmännischer Vorstand der Wohnungsgenossenschaft GWG, der die Häuser gehören. Ein Teil des Dachstuhls müsse komplett erneuert werden. Zudem gebe es erhebliche Löschwasserschäden auch in den unteren Etagen. Markert rechnet damit, dass die Bewohner im weniger betroffenen Haus Nr. 4 Ende April wieder einziehen können. Im Haus 4a - dort sind fünf Mietparteien betroffen - werde es voraussichtlich mindestens bis September dauern, bis die Mieter zurück in ihre Wohnungen könnten. Ihnen allen wurden für den Übergang Ersatzwohnungen der GWG angeboten.

(bu)
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