| 00.00 Uhr

Remscheid
Das Jahr der Kirchenmusik mit Händel und Brahms

Remscheid. Kirchenmusik wird auch in diesem Jahr ein Eckpfeiler des Remscheider Musiklebens sein. Das wurde beim Pressegespräch klar, in dem Generalmusikdirektor Peter Kuhn und die Kantoren Johannes Geßner, Jörg Martin Kirschnereit, Dieter Leibold, Christoph Spengler und Ursula Wilhelm (Remscheid) sowie Stephanie Schlüter und Michael Schruff (Solingen) von ihren Konzertprojekten berichteten. Von Cyrill Stoletzky

Mit Klassikern, Raritäten und modernen Akzenten präsentiert sich Kirchenmusik vielseitiger denn je. In Remscheid ist mit Händels Messias mit dem StadtKirchenChor und der Heinrich-Schütz-Kantorei (Leitung J. M. Kirschnereit) am 23. April in der Lutherkirche ein erstes Highlight sakraler Musik zu erleben. Die "Dixit Ecclesiastes" betitelten Kohelet-Gesänge von Axel Ruoff (geb. 1957) unter Leitung von Ursula Wilhelm und Dieter Leibold (21. Mai, St. Bonifatius Remscheid) sind ein Beitrag zur geistlichen Moderne. Die Lenneper Cembalotage vom 3. bis 5. Juni in der Stadtkirche stehen ganz im Zeichen des Froberger-Jahrs. Schließlich kommen im Spätherbst beide Fassungen der Carmina Burana zu Gehör: Die originalen mittelalterlichen, von Ursula Wilhelm rekonstruierten Melodien erklingen am 5. November in der Stadtkirche Remscheid, während Carl Orffs Fassung am 12. November in der Lutherkirche Remscheid unter Christoph Spenglers Leitung zu hören ist.

Ein sinfonisches Oratorienkonzert (13. November) mit dem evangelischen Kirchenchor und der Kantorei Wermelskirchen (Leitung: Johannes Geßner) sowie das Adventskonzert am 27. November, beides in der Stadtkirche Lennep, runden das Programm in Remscheid ab. Mit Brahms´ Deutschem Requiem op. 45, das am 4. November in der Lutherkirche Remscheid und am 6. November in Solingen an einem noch nicht festgelegten Spielort aufgeführt wird, freuen sich die Bergischen Symphoniker unter GMD Peter Kuhns Leitung und der von Ulrich Eick-Kerssenbrock dirigierte Chor des Orchesters auf ein mit Spannung erwartetes Kooperationsprojekt. "Das Brahms-Requiem ist eine Lieblingsidee unseres Chorleiters Eick-Kerssenbrock. Der Chor hat es viele Jahre nicht gespielt, das Orchester zuletzt 2012 mit einem anderen Chor - wir freuen uns darauf, es nun gemeinsam aufzuführen", so Peter Kuhn. In Solingen wird das legendäre Chorwerk flankiert von vielen weiteren Höhepunkten. So wird Michael Schruff am 3. Juli in St. Mariä Himmelfahrt den Chor Kreuzfidel durch Dvoráks D-Dur-Messe op. 86 führen - mit Andreas Frömmel an der Orgel. "Damit", so Schruff, "erklingt eine selten aufgeführte Originalfassung." Eine Rarität kommt am 15. August in der Evangelischen Stadtkirche Ohligs sowie am 21. August in St. Suitbertus mit A. Guilmants Messe Solenne op. 11 für Chor und Orgel zu Gehör. Passend zum Reformationsjahr bietet Mendelssohns "Paulus" am 13. November in der Lutherkirche mit der Dorper Kantorei und dem Philharmonischen Orchester Bergisch-Land (Leitung Stephanie Schlüter) Gelegenheit, die wichtigste Persönlichkeit der Reformationsgeschichte zu reflektieren." Und auch Marcus Adams, seit Januar Kirchenmusiker der katholischen Pfarrei in Solingen-West, sieht freudig seiner Aufgabe entgegen. Wichtige Akzente will er mit der Neustrukturierung der Erwachsenen- und Jugendchorarbeit setzen.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Remscheid: Das Jahr der Kirchenmusik mit Händel und Brahms


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.