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Remscheid
Das Leben von Wilhelm Conrad Röntgen als Schattenspiel

Remscheid: Das Leben von Wilhelm Conrad Röntgen als Schattenspiel
Sieglinde Haase mit ihrer Figur von Wilhelm Conrad Röntgen und Frau. FOTO: Hertgen, Nico (hn-)
Remscheid. Haases Papiertheater zeigte im Café Lichtblick seine Collage über die wichtigen Stationen im Leben des Entdeckers der X-Strahlen. Von Cristina Segovia-Buendía

Mit einem liebevoll produzierten Stück über Lenneps berühmtesten Sohn, Wilhelm Conrad Röntgen, gastierte Haases Papiertheater im kleinen Café Lichtblick in Lüttringhausen.

"Röntgen - Ein Mann blickt durch" heißt das Stück, das Sieglinde Haase und ihr Mann Martin vergangenes Jahr nach langen Recherchen bei der Verabschiedung des ehemaligen Direktors des Röntgen-Museums, Dr. Ulrich Henning zur Uraufführung brachten. Ausgerechnet Ulrich hatte das kreative Ehepaar auf die Idee gebracht, Röntgens Leben in einem Papiertheaterstück zu bearbeiten. Er half ihnen auch mit spannenden Anekdoten über den Entdecker der X-Strahlen. Dieser Aufgabe stellten sich die geübten Papiertheater-Spieler mit filigranem Szenenbau und Recherchearbeiten mit Bravour. So empfanden es auch die Zuschauer, die sich das Stück voller Begeisterung anschauten und auch noch nach dem Stück, völlig fasziniert die kleinen Szenen und Figuren unter die Lupe nahmen.

Im Miniformat betraten zunächst ein Arzt und seine Patientin ein modernes Untersuchungszimmer. Die Diagnose "gebrochenes Herz", das dank eines Röntgenbildes festgestellt werden konnte, war der Auslöser für das Eintauchen in Röntgens Geschichte und seiner bedeutendsten Entdeckung der X-Strahlen. Diese revolutionierten schließlich das Diagnoseverfahren in der Medizin. Sieglinde Haase spielte das Stück alleine, bewegte die Figuren, änderte die Szenen, tauchte mit originalgetreuer Kulisse in die Lenneper Altstadt des 19. Jahrhunderts ein, in jene Nacht, in der Röntgen geboren wurde. Haase führte ihr Publikum in Röntgens Schulklasse und in sein beeindruckendes Labor, wo er schließlich seine Entdeckung machte.

Musik, Geräusche und Text kamen vom Band. Die vielen faszinierenden Spezialeffekte, kleine Lämpchen im Labor, die flackerten, oder erste Röntgenbilder einer Hand oder eines gebrochenen Schienbeines, die Haase durch ein pfiffiges Schattenspiel inszenierte, kamen bei den Zuschauern bestens an. So wurde in weniger als einer halben Stunde Röntgens Leben spannend, eingängig und einprägsam erzählt. Ein tolles Stück, dass sich für Klein und Groß eignet.

www.haases-papiertheater.de

Quelle: RP
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