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Remscheid
Das Mittelalter machte Station in Lennep

Das war der Mittelaltermarkt 2015 in Remscheid
Das war der Mittelaltermarkt 2015 in Remscheid FOTO: Hertgen, Nico
Remscheid. Bei der "Lenneper Feyerey" war der Hardt-Park am Wochenende fest in der Hand von Gauklern und Handwerkern. Von Wolfgang Weitzdörfer

Seltsam gewandete Gestalten in den Straßen von Lennep- keine Frage: Der Hardt-Park war wieder fest in mittelalterlicher Hand. Die "Lenneper Feyerey" war am Wochenende wieder in der Stadt zu Gast. Über 60 Aussteller und Handwerker waren gekommen, es duftete nach frisch gebackenem Brot aus dem Holzofen, nach gegrillten Würstchen und Fleisch, allerorten wurde Kirschbier, Met und Rebensaft zugesprochen - und nicht wenige Besucher waren im typischen weiten Hemd, dem kunstvollen Kleid oder auch angetan mit einem Schwert erschienen. Aber natürlich waren auch jede Menge normal gekleidete Bürger unter den Besuchern.

Folgerichtig zeigte sich Veranstalter Charlie Kohlleppel sehr zufrieden: "In diesem Jahr musste ich 30 Veranstaltern absagen, weil wir schon sehr bald vollzählig waren. Es ist die dritte Kooperation zwischen meiner Veranstaltungsagentur und dem Verkehrsverein Lennep." In den Jahren davor hatte es zwar auch einen Mittelaltermarkt in Lennep gegeben, der Verkehrsverein war jedoch mit der Ausrichtung der Veranstaltung nicht mehr zufrieden gewesen. In der neuen Kooperation wächst der Mittelaltermarkt nun kontinuierlich. Ebenfalls freute sich Kohlleppel über die große Anzahl von vorführenden Handwerkern, die in diesem Jahr dabei waren: "Das ist für die Besucher immer besonders attraktiv - wir haben einen Schmied, den Bäcker, einen Buchbinder, und auch die Falknerei kommt mit den vielen Vögeln sehr gut an."

Und beim Rundgang über den Park war vor allem eines zu merken: Die Standbetreiber, die von Garmisch-Partenkirchen bis Flensburg angereist waren, hatten viel Phantasie. Man ist geneigt, Kohlleppels Fazit über Lennep zuzustimmen: "Die 'Lenneper Feyerey' ist zur echten Größe geworden und braucht sich hinter den Mitbewerbern keineswegs zu verstecken."

Da war zum Beispiel das "Mäuseroulette", ein kleiner Stand mit einer noch viel kleineren Hauptperson: einer Maus. Die Maus hatte in einem Rund mehrere Eingänge zur Auswahl. Das Publikum konnte einen Euro auf den Eingang setzen, von dem es glaubte, die Maus würde ihn wählen. Da war das Hallo groß, wenn das braun-weiße Mäuschen tatsächlich den eigenen Eingang wählte!

Aber auch das Karussell "Allereley Kreyseley" war ein echtes Highlight: Vollständig vom Besitzer selbst angefertigt, sorgte neben den liebevoll gestalteten Figuren die Tatsache für Begeisterung, dass das Karussell, natürlich von den anwesenden Vätern der mitfahrenden Kinder, per Kurbel angetrieben wurde. "Schneller, schneller!", so trieb manches Kind seinen Erzeuger mit glänzenden Augen an.

Großartig waren auch die Schaukämpfe der Gruppe "Mors Certa". Die Akteure waren bestimmt dankbar für die Eishockey-Protektoren, die sie aus Sicherheitsgründen unter den historischen Gewändern trugen.

Das Wetter spielte auch größtenteils mit - das für den Freitagabend prognostizierte Unwetter zog am Markt vorbei, und auch der Regenguss am Samstagmittag hielt die Lenneper nicht davon ab, sich ins Getümmel zu stürzen.

Quelle: RP
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