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Remscheid
Das neue Contor-Café soll Besucher ins Werkzeugmuseum locken

Remscheid. Zu den Lieblingsorten im Deutschen Werkzeugmuseum von Dr. Andreas Wallbrecht gehören die Bohrmaschinen, die ihre Energie über alte lange Lederriemen beziehen. "Hier kommt die Kraft an", sagt Wallbrecht, Direktor des Historischen Zentrums. Energie und Kraft braucht er in den nächsten Jahren, um das Deutsche Werkzeugmuseum und das Haus Cleff weiter zu entwickeln. Erste kleine Schritte der Veränderung hat er umgesetzt. Die Eingangstür zum Museum ziert eine klare und elegante Schrift. Hinter der Glastüre steht eine alte Werkbank, an der früher ein Schuster gearbeitet hat. Flyer und Broschüren mit Informationen über kulturelle Angebote in Remscheid und der Region liegen in feiner Ordnung aus. Eine geöffnete Schublade lädt zum Zugreifen ein. Wallbrecht legt Wert darauf, dass die Art und Weise der Präsentation des Museums immer etwas mit seinen Themen zu tun hat. So bilden zwei Glasvitrinen eine erste Anmutung von einem Museumsshop: Zangen und Sägen von Knipex findet der Besucher dort. Ihr besonderer Vorzug - sie bestehen aus Schokolade. "90 Prozent dieser Werkzeuge aus Schokolade werden nicht gegessen, weil sie so schön sind", sagt Wallbrecht. Das ist ganz im Sinne des Museumsleiters. So erinnern die Schokowerkzeuge die Besucher immer an ihren Tag im Hastener Museum. Mit dem Contor-Café soll das gastronomische Angebot des Museums verbessert werden. Die Auswahl an Getränken hat sich vergrößert. Eine Schulbank bietet Kindern an, die Pause mit Malen und Spielen zu verbringen. Die Besucher nehmen noch Platz auf unscheinbaren Stühlen. Wallbrecht plant, Werkzeugkisten als Sitzmöbel anzuschaffen. Von Christian Peiseler

Auf seiner Liste stehen auch ausgefallene Werkzeuge, die im Museum gekauft werden können. Am besten Werkzeuge Remscheider Firmen, die es in einem OBI-Markt nicht gibt. Die Museumshalle verwandelt sich am 4. Februar wieder in einen Ausstellungsraum. "Neue Perspektiven" heißt der Titel der Fotoshow von Thomas E. Wunsch. Der Fotograf zeigt ungewöhnliche Blicke aufs Werkzeugmuseum.

Quelle: RP
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