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Remscheid
Das ZDF überträgt einen Gottesdienst aus der Friedenskirche

Remscheid. Einen besonderen Gottesdienst bereitet die evangelisch-freikirchliche Gemeinde der Friedenskirche in Remscheid vor. Der ZDF-Fernsehgottesdienst wird am 22. Mai erstmals aus der Werkzeugstadt in die gesamte Republik ausgestrahlt. "Eine große Verantwortung", sagt Pastor André Carouge, "aber auch ein großes Geschenk, geistiger Gastgeber für so viele Menschen sein zu dürfen." Von Cristina Segovia-Buendía

Jeden Sonntag, seit 1986, läuten um 9.30 Uhr im zweiten Sender des öffentlich rechtlichen Rundfunks die Glocken zum Fernsehgottesdienst. Katholische und evangelische Andachten im wöchentlichen Wechsel. Im Wonnemonat Mai wird Remscheid erstmals Übertragungsort für die geistliche Sendung sein. Laut Aussage des ZDF nicht nur eine der ältesten Sendungen des deutschen Fernsehens. Regelmäßig werde sie von rund 700.000 Zuschauern verfolgt. "Eine Herausforderung", findet der Pastor der rund 320 Mitglieder großen Gemeinde. "Aber auch ein Abenteuer, auf das wir uns freuen."

Carouge, der seit Dezember 2012 in Remscheid tätig ist, durfte bereits vor vier Jahren von seiner damaligen Wirkungsstätte Kamp-Lintfort aus den TV-Gottesdienst halten. "In der Regel wird man vom ZDF angefragt", erklärt Carouge. Das sei schon eine große Ehre. Im vergangenen Sommer erhielt der Pastor die zweite Anfrage des Senders. "Für unsere Gemeinde ist es schon ein besonderes Abenteuer", sagt Diakonin Melanie Bergerhoff.

Die Vorbereitungszeit sei intensiv: Die Sendebeauftragte Pfarrerin Elke Rudloff begleitet die Vorbereitungen. Ein dreitägiges Kameratraining in Berlin haben Carouge und Bergerhoff schon hinter sich. "Es ist schon spannend zu sehen, wie professionell alles ist. Da wird nichts dem Zufall überlassen", sagt die Diakonin. Für das Übertragungswochenende werden rund 30 ZDF-Mitarbeiter in Remscheid erwartet.

Der TV-Gottesdienst steht immer unter einem Jahresthema. 2016 lautet dieses "Reformation und die eine Welt." Für ihren Gottesdienst wollen sich Pastor Carouge und sein Team mit Sprache beschäftigen. "Sprache hat etwas mit Heimat zu tun, mit einem bestimmten Gefühl." Das drücke sich auch im Gebet aus. "Es ist sehr wahrscheinlich, dass wir in unserer Muttersprache beten." Wie ihre Andacht konkret sein wird, daran arbeitet das Team noch. Die passenden Texte und Musik müssen herausgesucht werden. "Einen Gottesdienst zu feiern, mit so vielen Leuten, die man nicht sehen wird, und versucht, ihnen zu vermitteln, was einem selbst wichtig ist", sagt Bergerhoff, "ist eine große Verantwortung."

Quelle: RP
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