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Remscheid
Debatte um Veranstaltungsorte nicht neu aufrollen

Remscheid: Debatte um Veranstaltungsorte nicht neu aufrollen
Barbara Reul-Nocke ist Ordnungsdezernentin. FOTO: Jürgen Moll
Remscheid. Geht es nach der CDU Lennep, wird die Diskussion um die Verlagerung der Veranstaltungsplätze in Lennep nicht neu aufgerollt. Auch wenn es eine neue Entscheidung zum Standort für den Neubau des Gerätehauses der Feuerwehr Lennep geben muss, sei die Debatte um die Alternative für die Lenneper Vereine "vom Tisch", wie Bezirksbürgermeister Markus Kötter bei einer Veranstaltung der Lenneper Christdemokraten erklärte. Von Stefanie Bona

Wie berichtet, muss der Löschzug Lennep umziehen, weil die historische Wache im DOC-Planungsgebiet liegt. Genauso geht es den Vereinen, die den Kirmesplatz für ihre Feste nicht mehr nutzen können. Nachdem ein Grundstück im Norden des Gewerbegebiets Karlstraße für eine neue Wache auserkoren worden war, bevorzugt die Verwaltung nun eine Fläche am südlichen Rand des Gewerbegebietes, die sich eigentlich die Vereine für ihre Veranstaltungen gewünscht hatten.

"Diese Schleife war nicht sehr hilfreich", räumte Rechtsdezernentin Barbara Reul-Nocke ein, die bei dem Treffen zu Gast war. Wissentlich habe sicher keiner ihrer Kollegen in der Stadtverwaltung etwas falsch gemacht. "Wir hätten aber viel früher in die Detailplanung einsteigen müssen", sagte sie. Auf diese Weise hätte man frühzeitiger bemerkt, dass das Gerätehaus doch nicht wie geplant am Beispiel der neuen Feuerwache Lüttringhausen gebaut werden kann. Würde man an dem ursprünglich vorgesehenen Grundstück festhalten, kämen auf die Stadt Mehrkosten von 150.000 Euro zu. Doch sollte die "Frage um die Brauchtumsplätze" nun keine Rolle mehr spielen. Mit der Robert-Schumacher-Straße, die für Kirmes, Karnevalspartys und das Oktoberfest gesperrt werden und mit Anschlüssen für Wasser und Strom versehen werden soll, sei eine gute Lösung gefunden worden. "In Lennep gibt es viele super Veranstaltungen. Ein neuer Platz wird dem keinen Abbruch tun", sagt Reul-Nocke.

Gleichwohl habe die Kehrtwende in Sachen "Neue Feuerwache" für Unruhe gesorgt, kritisierte Tanja Kreimendahl, Vorsitzende der CDU-Lennep. Und Markus Kötter hatte erfahren, dass es seit längerer Zeit Stimmen aus der Feuerwehr gab, die das nördliche Grundstück aufgrund seines Zuschnitts als nicht ideal angesehen hätten. Und "ganz zufällig" hieße es jetzt, ein Interessent für eine andere Fläche sei abgesprungen und nun könne man das betreffende Grundstück nutzen.

"Die Verwaltung hätte besser gesagt: ,Wir haben Mist gebaut.' Das wäre ehrlich gewesen und trotzdem bekommt niemand den Kopf abgerissen", bemängelte Kötter.

Dass sich das Oktoberfest, das in diesem Jahr noch einmal in großem Stil auf dem Kirmesplatz gefeiert wird, auf der Robert-Schumacher-Straße verkleinern müsse, sei schade, räumte der Bezirksbürgermeister ein. Man solle bei diesem Punkt vielleicht mal über eine andere Aufteilung der Bestuhlung nachdenken, regte die Dezernentin an. Damit könne man auch ein kleineres Zelt hinsichtlich der Platzkapazität möglicherweise besser nutzen.

Quelle: RP
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