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Remscheid
Delikatessenfabrik - Feiertag für Genießer

Remscheid. Am Eingang zur Delikatessenfabrik in der Oberhützerstraße blinkten dem Besucher zwei senkrecht stehende Löffel an wie die versilberten Langohren eines Hasen. Sie steckten in einem waagerechten Bündel Bergischen Knöterich. Auf den Stehtischen und rustikalen Bänken im Inneren des Gebäudes und davor prangten andere Besteckteile in Stängeln. Von Bernd Geisler

Ein Kunstwerk und Hinweis, dass hier, in diesem alten Fabrikgebäude, früher Sägen und Maschinenmesser gefertigt und gelagert wurden? So weit wollte Sabine Wehberg vom Café Sahnetörtchen und verantwortlich für die Dekoration in der Delikatessenfabrik nicht gehen. Sie nannte die außergewöhnliche Tischdekoration augenzwinkernd "Bergischer Knöterich an Besteck". Eines wurde dadurch freilich angedeutet: Den Gast erwartete Besonderes; er durfte sich auf die Verwirklichung eines außergewöhnlichen "Rezeptes" freuen: Heldmann´s Restaurant Concordia, Landhaus Spatzenhof, Hotel Restaurant Kromberg und Café Sahnetörtchen zauberten vor Ort ihre Köstlichkeiten unter den Augen der Gäste: vier "Kochinseln" unter einem Fabrikdach. Dazu kam ein Delikatessenmarkt am Rande: Weine von Christophe Loic Menou aus Wuppertal und Jochen Daams aus Solingen, Öl vom Ölpapst aus Remscheid (oelpapst.de), Würzsaucen von Kathi´s aus Solingen (Kathis.eu), Gewürze aus Willich (spirit-of-spice.de) sowie Remscheider Schnaps der Gebr. Frantzen. Martin "Too Saxy" Kuske untermalte mit stilsicheren, dezenten Saxofontönen.

In der Delikatessenfabrik zählte nicht der feine Zwirn, die Damasttischdecke und der ausgefeilter Service, dafür lachte der Gaumen, frohlockte die Nase und leuchteten die Augen. Gehobene Küche regierte, Geschmack war König. Hinzu kam ein Bombenwetter. Die Sonne lachte. Wer es aushielt, genoss im Freien. Dafür gab's drinnen mehr Platz und eine angenehme Kühle. Viele Gespräche an den Tischen drehten sich natürlich ums Essen und Trinken. Eines fiel dabei auf. Wie auf einer kleinen, aber gut aufgestellten Menükarte seien sich die Kreationen der Köche nicht gegenseitig ins Gehege gekommen, war die Meinung vieler. Recht hatten sie. Ob bei Vorspeise, Hauptgang oder Dessert: Konkurrenzk(r)ampf war nichts zu spüren.

Dagegen der Wille, dem Gast Vielfalt anzubieten, die sich ergänzte. Gabi und Manfred Jülicher kamen aus Olpe und hatten bereits einmal die frühere "Genussfabrik" besucht. Auch diesmal waren sie von der "Idee der Delikatessenfabrik, den abwechslungsreichen Gerichten, der guten Zusammenarbeit, der guten Stimmung und dem hohen Niveau begeistert".

Quelle: RP
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