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Remscheid
Demenz gehört zum Unterrichtsstoff

Remscheid. Die Remscheider Bürgerstiftung hat einen Wettbewerb für Schüler ausgeschrieben. Von Cristina Segovia-Buendía

Angesichts der steigenden Fallzahlen ist Demenz ein Thema, mit dem sich die Gesellschaft stärker beschäftigen sollte, findet die Remscheider Bürgerstiftung. Um dies zu erreichen, hatten sie in Kooperation mit dem Altenpflegezentrum "Der Wiedenhof", ein Schulwettbewerb ins Leben gerufen, bei dem sich Schüler kreativ mit Demenz auseinandersetzen sollen. Zum Auftakt wurde am Donnerstag in der Aula der EMA der Till Schweiger Film "Honig im Kopf" gezeigt.

"Das Risiko, dass wir selbst oder jemand aus unserer Familie an Demenz erkrankt ist sehr hoch. Deswegen ist es wichtig, sich frühzeitig mit dem Thema auseinander zu setzen. Auch in jungen Jahren", sagt Wilfried Milz, Vorstandsmitglied der Bürgerstiftung. Mit Bildern, Musik, Theater oder Tanz sollen sich Schüler das Thema erarbeiten. Die Ergebnisse werden im April im Vaßbendersaal vorgestellt und die besten mit Preisen ausgezeichnet.

Zum Auftakt waren Schüler und Lehrer eingeladen. Doch groß war die Resonanz nicht: Gerade einmal eine Hand voll Schüler hatte sich eingefunden. Darunter Maurice (14) von der Alexander von Humboldt-Realschule (AvH). "Mein Opa leidet selbst an Demenz, von daher weiß ich wie das ist", sagt der 14-Jährige. Kommende Woche wird er an seiner Schule den Demenz-Parcours durchlaufen. "Bei uns ist das Thema Demenz Teil einer Unterrichtsreihe zum Thema 'Die Suche nach dem Sinn des Lebens'", berichtet Sonja Seibel, Religionslehrerin der AvH. Für sie sei es wichtig, die Schüler auch für soziale Themen zu sensibilisieren. "Es ist wichtig glücklich durchs Leben zu gehen, um viele Erinnerungen zu generieren, an die man sich festhalten kann, wenn man an Demenz erkrankt", sagt Altenpfleger Steven Hildebrand.

Quelle: RP
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