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Remscheid
Denstorff: Ziele für DOC nicht geändert

Remscheid: Denstorff: Ziele für DOC nicht geändert
FOTO: Moll (archiv)
Remscheid. Eine harmonische Eingliederung des Einkaufsdorfs in Lennep bleibt der Leitfaden, sagt der neue Stadtplaner. Von Henning Röser

Die architektonischen Änderungen an den DOC-Planungen für Lennep sind keine Reaktion auf Bürgerproteste im Rahmen der Bürgerbeteiligung. Das sagte Stadtplaner Robin Denstorff gestern auf BM-Anfrage. Wie die BM berichtete, legt der Investor nach eigener Aussage viel Wert darauf, dass das Center den Lennepern gefällt - und nicht nur den auswärtigen Besuchern.

So soll das DOC in Remscheid aussehen FOTO: McArthurGlenn

Dass der Investor McArthurGlen, wie berichtet, ein neues Architektenbüro damit beauftragt hat, das Einkaufsdorf zu planen, sei ein ganz normaler Vorgang in einem so großen Projekt. Ziel sei dabei weiterhin "keine Kopie der Lenneper Altstadt", sondern ein Baustil, der sich gut einpasse. Die Stadt achte darauf, dass das DOC gerade im von außen sichtbaren Bereich ein Erscheinungsbild habe, das mit den angrenzenden Bereichen harmoniere. Das gelte für die Höhen der Häuser im Einkaufsdorf ebenso wie für die Anmutung der Fenster oder Fassaden.

Dabei betreibe der Investor, beraten von der Stadt, viel Aufwand, berichtete Denstorff. Auch einen Landschaftsplaner habe McArthurGlen engagiert. Er soll die Grün- und Aufenthaltsflächen im DOC gestalten und sich etwa auch um solche Details wie die Wasserspiele kümmern. Die ersten Planungsskizzen seien bei den Politikern im Lenkungskreis Anfang dieser Woche durch die Bank gut angekommen.

Anders als beim Projekt Hauptbahnhof wird die Stadt die Taktung des Millionen-Projekts nicht komplett in die Hand eines externen Büros geben. Die Verkehrsplanungen mit den nötigen Umbauten werden von den Gutachtern begleitet, mit denen die Stadt seit Beginn zusammenarbeitet. Ansonsten ist im Rathaus eine ämterübergreifende Gruppe gebildet worden, die die genaue Taktung und Verzahnung der vielen kleinen "Bausteine" steuert, die bei diesem Riesenprojekt ineinandergreifen müssen.

Denstorff trat im BM-Gespräch Gerüchten entgegen, wonach der Kostenrahmen beim DOC deutlich überschritten werden. Dafür gebe es keinerlei Anzeichen. Auch die Sorge, dass sich die Stadt bei der Aushandlung des städtebaulichen Vertrages übervorteilen lässt, wies Denstorff zurück. Die vielen kleinen Details, die in diesem Vertrag geregelt werden, habe die Stadt im Auge. Als Beispiel nannte er die Frage, ob und wie die WC-Anlagen im DOC auch außerhalb der Geschäftszeiten genutzt werden können. Eine fehlende öffentliche Toilette in Lennep ist seit Jahren ein Thema.

Quelle: RP
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