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Halbzeit-Bilanz Im Rat Mit Waltraud Bodenstedt Und Thomas Brützel (w.i.r.)
"Der Haushalt bleibt kritisch"

Halbzeit-Bilanz Im Rat Mit Waltraud Bodenstedt Und Thomas Brützel (w.i.r.): "Der Haushalt bleibt kritisch"
Waltraud Bodenstedt und Thomas Brützel beim Redaktionsgespräch. Zusammen bilden sie die Ratsgruppe der W.i.R.. FOTO: Jürgen Moll
Remscheid. Die Wählergemeinschaft sieht sich als konstruktiver Mahner in Stadtrat. Von Henning Röser

Die Wählergemeinschaft in Remscheid (W.i.R.) gehört seit 1999 dem Rat an. Waltraud Bodenstedt und Thomas Brützel bilden aktuell die zweiköpfige Ratsgruppe. Zur Halbzeitbilanz mit unserer Zeitung kamen beide zum Redaktionsgespräch. Die Themen:

Finanzen Ein ausgeglichener Haushalt hat für die W.i.R. oberste Priorität. "Wir sehen uns hier als Mahner", sagt Waltraud Bodenstedt. Die Tatsache, dass Remscheid nach vielen Jahren die Einschränkungen eines Nothaushaltes verlassen hat, sorge bei einigen Parteien für "Geberlaune", sagt Thomas Brützel. "Der Haushalt bleibt kritisch", sagt er mit Verweis auf die Gefahr, die schon eine leichte Erhöhung der Zinsen für die Stadtkasse bedeuten würde.

Schulsozialarbeit Die Wählergemeinschaft trägt den politischen Konsens mit, dass die Stadt die Arbeit weiter finanziell unterstützen soll. Dass die Verwaltung nun sogar in Form milder Erpressung unter Druck gesetzt wurde, nennt Brützel einen "Akt der Hilflosigkeit, das ist unglücklich gelaufen". Die Beschäftigung mit dem Thema "kommt zu spät". Die Informationspolitik der Verwaltung sei unausgewogen.

Digitalisierung "Das ist vielleicht die letzte Effizienz-Reserve der Verwaltung", sagt Thomas Brützel. Doch der Prozess sei schwergängig. Alleine über die Formulierung des politischen Arbeitsauftrages für die Verwaltung werde nun schon seit Monaten verhandelt.

Zusammenarbeit im Rat Der 2014 nach der Wahl formulierte Anspruch, wechselnde Mehrheiten zu finden, "liegt uns weiter am Herzen", sagt Thomas Brützel. Man sei offen für Gespräche auch mit der CDU. Die aber verlasse derzeit oft beleidigt gemeinsame Gesprächsrunden. "Mit der Ampel ist der Umgang kooperativer, offener."

DOC in Lennep Hier herrscht "gedämpfter Optimismus" in der Ratsgruppe. "Zu McArthur Glen haben wir Vertrauen", sagt Waltraud Bodenstedt. Die Politik müsse sich darauf verlassen, dass die Zahlen der Gutachter etwa zur Verkehrbelastung stimmen. "Weniger glücklich" findet die W.i.R. den Umgang der Stadt mit den Vereinen bei der Suche nach einen geeigneten Ersatz für den Schützenplatz.

Stadtentwicklung "Sorge bereitet der W.i.R., dass die Stadt keine Gewerbeflächen mehr anbieten kann. Der Prozess, die Erdbeerfelder in Lennep und das Gleisdreieck in Bergisch Born zu entwickeln, laufe nur langsam. Es gehe darum, Alternativen zu finden, etwa auf reaktivierten Brachen. "Ich bin sicher, dass irgendwann auch die Blume wieder ins Gespräch kommt", sagt Brützel. Die W.i.R, setzt "große Hoffnungen in den neuen Baudezernenten".

Orchesterfinanzierung "Eine stabile Lösung muss gefunden werden, die jetzige funktioniert nicht", sagt Brützel. Auch die Remscheider seien da gefordert, "Wenn wir zwei Millionen Euro pro Jahr ausgeben, braucht das Orchester einen größeren Rückhalt aus der Bürgerschaft."

Quelle: RP
 
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