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Remscheid
Der Weg ist frei für die ISG Alleestraße

Remscheid: Der Weg ist frei für die ISG Alleestraße
Die Alleestraße soll sauberer und schöner werden. FOTO: Nico Hertgen
Remscheid. Dreiviertel der Eigentümer treten Standortgemeinschaft bei und zahlen. Politik soll die Satzung im Herbst beschließen. Von Solveig Pudelski

Mit Remscheids Flaniermeile geht es endlich aufwärts, lautet die Botschaft aus dem Rathaus: Gestern gab Stadtplanungschef Robin Denstorff bekannt, dass es gelungen ist, eine Immobilien- und Standortgemeinschaft (ISG) für die Alleestraße aufzustellen. Sie ist für die Stadt ein wichtiger Partner in dem Bestreben, die Fußgängerzone attraktiver zu gestalten und damit einen wichtigen Beitrag zur Neubelebung der City zu leisten.

Als sichtbarer Auftakt ist laut ISG eine große Reinigungsaktion auf der Allee geplant. Doch noch muss die Politik formal grünes Licht für die erforderliche Satzung der ISG geben. Dafür will die Bezirksvertretung Alt-Remscheid zu einer Sondersitzung zusammenkommen.

"Wir haben es geschafft", sagte Denstorff gestern bei einer Pressekonferenz mit den beiden ISG-Pionieren aus dem sechsköpfigen Vorstand, Vorsitzender Jochen Rohr und Geschäftsführer Ralf Wieber, sowie der stellvertretenden Bezirksbürgermeisterin Alt-Remscheid, Rosemarie Stippekohl (CDU), und York Edelhoff, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD.

Die Hürde war hoch, der Weg bis zu diesem Zwischenziel lang. Beharrlich arbeitete der ehrenamtliche Vorstand daran, die Anlieger von der Idee zu überzeugen, dass es sich lohnt, sich in einer ISG zu engagieren. Fachliche Unterstützung gab es von der IHK und einem Experten. Dreieinhalb Jahre nach dem Start der ISG-Trägergesellschaft wollen nun mehr als Dreiviertel der Eigentümer und Unternehmen mitmachen. Sie erklären sich bereit, in den nächsten fünf Jahren für die geplante Aufwertung und Neubelebung von Remscheids guter Stube Geld zu geben. Die Sätze richten sich nach Grundstücksgröße und Grundstückslänge an der Allee. Unterm Strich handele es sich um 60 abgabepflichtige Grundstücke mit einem oder mehreren Eigentümern.

Einen kleinen Wermutstropfen musste der ISG-Vorstand allerdings schlucken. Zum Start seien nur knapp 400 000 Euro in der Kasse, das Doppelte war ursprünglich geplant. Mit diesem Geld und einem von den Mitgliedern erarbeiteten Maßnahmenkonzept soll es nun in Kooperation mit der Stadt frischen Wind auf der Allee geben. "Auf neues Mobiliar und eine neue Illumination müssen wir erst einmal verzichten", sagte Ralf Wieber. 290 000 Euro hätten allein diese Elemente gekostet. Nun wolle man alles daran setzen, das Erscheinungsbild der Allee aufzuwerten. Nach der grundlegenden Reinigung soll Ordnung einkehren. Campingstühle, wildes Aufstellen von Werbematerial und andere Auswüchse sollen eingedämmt werden, ein Hausmeisterdienst soll dies kontrollieren. Auch eine Neubepflanzung und Pflege von Baumscheiben und mehr Farbe auf der rund 1300 Meter langen Einkaufsmeile könnten die Aufenthaltsqualtität steigern.

Quelle: RP
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