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Gedanken Zum Fest
Dezemberpsalm gehört zur Weihnachtszeit

Gedanken Zum Fest: Dezemberpsalm gehört zur Weihnachtszeit
FOTO: Demski
Remscheid. Mit fester Freude lauf ich durch die Gegend, mal durch die Stadt, mal meinen Fluss entlang. Jesus kommt. Der Freund der Kinder und der Tiere. Ich gehe völlig anders. Ich grüße freundlich, möchte alle Welt berühren. Mach dich fein: Jesus kommt. Schmück dein Gesicht. Schmücke dein Haus und deinen Garten. Mein Herz schlägt ungemein, macht Sprünge. Mein Auge lacht und färbt sich voll mit Glück. Jesus kommt. Alles wird gut.Hanns-Dieter Hüsch - "Dezemberpsalm"

Das ganze Gedicht "Dezemberpsalm" ist so fröhlich und bewegt, dass es für mich unbedingt zur Weihnachtszeit dazu gehört. Mit seiner unbeschwerten Sprache und der selbstverständlichen Rede von Gott öffnet Hanns-Dieter Hüsch einen fröhlichen, leichten Zugang zu Weihnachten. Irgendwo habe ich diesen Psalm fast jedes Jahr in der Weihnachtszeit vorgelesen.

Jesus kommt: Allein schon die Vorfreude, die Erwartung setzt so vieles in Bewegung.

Ich gehe völlig anders: Wie geht man, wenn man sich freut ? Aufrecht, ungebeugt, das Ziel im Blick. Ich grüße jeden: Man hat einfach Augen für andere Menschen.

Schmück dein Gesicht. Schmücke dein Haus und einen Garten: Wir sollen uns vorbereiten. Wir sollen Jesus und sein Kommen nicht übersehen. Denn: Er ist etwas Besonderes. Es kann unser Leben verändern, an seiner Krippe zu stehen.

Jesus kommt. Alles wird gut.

So einfach kann man das sagen. Gewiss, ich hör auch gleich den Widerspruch: Stimmt doch nicht. "Alles wird gut." Dass ich nicht lache. Wie viel Not und Traurigkeit gibt es auch noch nach Weihnachten.

Aber das Kommen Jesu macht uns fähig, damit anders umzugehen. Es macht uns zu Menschen; es weckt in uns die Hoffnung, dass keine Not endlos ist. Wir spüren die Kraft, einzustehen für ein besseres Leben für alle. Wir können liebevoll miteinander umgehen, weil wir Gottes Liebe begegnet sind.

Mein Herz schlägt ungemein, macht Sprünge.

Mein Auge lacht und färbt sich voll mit Glück.

Das ist das Lebensgefühl von Verliebten. Sie kennen den aufgeregten Herzschlag. Sie erkennen einander an den glänzenden Augen. So verändert uns die Liebe. So verändert uns Gottes Ankunft zu Weihnachten: das Kind in der Krippe. Gesegnete Weihnachten. Hartmut Demski

Der Autor, Pfarrer Hartmut Demski, ist Superintendent des Kirchenkreises Lennep

Quelle: RP
 
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