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Remscheid
Dialog zwischen Maler und Bildhauer

Remscheid: Dialog zwischen Maler und Bildhauer
Johannes Küßner (l.) und sein befreundeter Künstler José de Martin Simón stellen in Lennep aus. FOTO: Jürgen Moll
Remscheid. Johannes Küßner und José de Martin Simón zeigen ihre gemeinsamen Arbeiten in der Galerie "Rouge" in Lennep. Von Angela Heise

Zur Ausstellung "Dialog zu dritt" luden der Bildhauer Johannes Küßner und sein befreundeter Künstler José de Martin Simón in die Galerie "Rouge" in der Lenneper Altstadt. "Heute ist eigentlich der Tag, an dem wir uns auch in Lennep bekannt machen", hieß Küßner das Publikum willkommen, "Ich habe nämlich einen Picasso in der Garage."

Die Weichholzskulpturen des Wuppertalers, die als Blickfang in seiner Galerie die Lenneper Altstadt künstlerisch beleben, werden nun bereichert durch die Malkunst des Künstlers José de Martin Simón. Weltweite Ausstellungen zeichnen den weit gereisten Maler und Bildhauer aus. Den gebürtigen Spanier (1940) zieht es zeitlebens zur Malerei hin. Seine verschiedensten epochalen Werke entstammen der vielschichtigen Mitarbeit mit renommierten Künstlergrößen. Seine Vorstellung, eine Verbindung von Vergänglichem, der Wirklichkeit und des möglichen Seins in der Zukunft darzustellen, realisiert er vornehmlich in seinen Werken und Skulpturen. Surrealismus und Expressionismus zeichnen seine großformatigen Werke aus. Von Rom aus ging er als junger Künstler nach Paris. In der Bretagne begab er sich auf die mentale Spurensuche des Paul Gauguin (1848-1903).

Ausstellungen, unter anderem in Mexiko, Argentinien oder New York, bereicherten sein Wirken und Denken. Zuletzt lebte Martin Simón acht Jahre in der Dominikanischen Republik, bevor er im Frühjahr 2015 mit Frau und Tochter ins beschauliche Lennep zog. In der Musiker- und Künstlerkolonie Lennep lernten sie sich kennen. "Pepe", wie Martin-Simón im neuen Freundeskreis gerne benannt wird, benötigte Platz zum Malen, und Küßner stellte ihm seine Garage, die der Galerie angehörig ist, zur Verfügung. Johannes Küßner erzählt vom "Schlüsselerlebnis" im Herbst 2015, das den Ursprung der Zusammenarbeit bedeuten sollte. "Ich arbeitete gerade an einer neuen Figur, als José mir eine seiner Skizzen zeigte." Die Frage des Malers, ob Küßner diese Figur erarbeiten könne, versetzte den Bildhauer in Erstaunen. "Ich dachte, ich spinne. Genau das, was auf dieser Zeichnung war, hatte ich gerade fertiggestellt." Im Frühjahr 2016 begann das gemeinsame Ausräumen der ehemaligen Backstube. Die Gäste durften am Freitag einen Blick in die "heiligen Hallen" des Zugereisten werfen. Die Ausstellung "Dialog zu dritt" bezieht sich auch auf das Mitwirken des Geschäftsführers des "Spanischen Sozio-Kulturelles Bildungswerk NRW" in Remscheid-Lennep. José Povedano Sánchez, durch dessen Freundschaft Martin-Simón Lennep, lieben lernte, unterstützt die beiden Kunstschaffenden auf ihrem neuen gemeinschaftlichen Weg.

Quelle: RP
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