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Remscheid
"Dickes Gebäude" bringt erstes Album heraus

Remscheid. Dass die Remscheider von der Band "Dickes Gebäude" nicht nur auf der Bühne eine starke Show hinlegen, sondern auch im Studio hervorragende Stücke entwickeln, beweisen sie auf ihrem ersten Album "Blitzlichtgewitter", das am 13. Mai erscheint. Aufgenommen haben die fünf jungen Musiker ihr Erstlingswerk bei BigVish in Enschede. Dort konnten die Songs über Monate reifen. Das Ergebnis überzeugt auf ganzer Linie. Ihr kreatives Chaos bündelt die Gruppe mit viel Geschick in eingängigen Strukturen, bei der Rock, Punk und elektronische Elemente eine dynamische Kombination eingehen. Abgerundet wird das Konzept mit deutschen Texten, die mal Spaß machen, dann aber auch wieder clever sind. Von Hagen Thiele

Die Gruppe stellte das Album erstmals im kleinen Kreis vor. "Wir stehen ja eigentlich für Humor, aber manchmal steckt hinter unseren Texten auch mehr", erklärte Schlagzeuger Matthias Enders das Konzept hinter dem vermeintlichen Spaß-Song "Nippel sind gefährlich", der die Utopie einer zukünftigen Gesellschaft ohne Fremdenhass schildert. "Wir heben unser Glas auf die gute neue Zeit, der braune Dreck gehört der Vergangenheit", heißt es im Refrain.

Ein astreiner Partysong ist hingegen das Lied "Stroborobo" geworden. Zu den verspielten Elektro-Elementen von Keyboarder Jonas Klampe und dem stets treibenden Schlagzeug kann man die feiernden Fans bereits vor sich sehen. Visuell hat sich die Band etwas für das Stück "Alles kaputt" einfallen lassen und ein Video gedreht. Es zeigt einen Büroangestellten, der seiner tristen Arbeitswelt entkommen möchte und einfach die Einrichtung zertrümmert.

Musikalisch zeigt sich der Song als ausgewogene Mischung aus Rhythmus, Melodie und eingängigem Gesang. Eigene Grenzen gilt es beim Song "Du hast die Macht" einzureißen. "Wir wollten zeigen, dass man aus seinem Trott ausbrechen kann", erklärte Gitarrist Tim Foitzik, der mit einem Gitarrenriff den kreativen Prozess für das Lied in Gang gebracht hat. Sänger Jakob Kutter setzt die unterschiedlichen Themen der Texte allesamt gekonnt um.

Seine Stimme lässt dabei in Kombination mit vielen frechen Versen durchaus ein gewisses Ärzte-Gefühl aufkommen. Kutter erhält auf den neuen Stücken aber auch erstmals Gesangsunterstützung seiner Bandkollegen. Mehrstimmig entstehen abwechslungsreiche Lieder, die die Spannung durch Überraschungen aufrecht erhalten.

Quelle: RP
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