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Remscheid
Die Feuerwehr: Eine vielseitige Truppe

Remscheid: Tag der Offenen Tür bei der Feuerwehr 2012
Remscheid: Tag der Offenen Tür bei der Feuerwehr 2012 FOTO: Hertgen, Nico
Remscheid. Ob beim simulierten Chemieunfall, einem Einsatz wie vor 100 Jahren oder im Rettungsdienst: Die Feuerwehr zeigte am Samstag die ganze große Bandbreite ihrer Aufgaben. Bei den vielen Besuchern kam das gut an. Von Andrea Könemund

Staunend standen die Besucher vor dem Absperrband auf dem Gelände der Feuerwache Remscheid. Alle spürten noch die heiße Luft der Fettexplosion auf den Gesichtern. "Temperaturen von über mehreren 100 Grad entstehen bei einer solchen Explosion und es kann durch Unachtsamkeit in jeder Küche passieren", erklärte Florian Böker von der Freiwilligen Feuerwehr Morsbach.

Diese Demonstration zählte am Samstag zu den vielen Programmpunkten am "Tag der offenen Tür" der Feuerwehr. Interessante, lustige und lehrreiche Vorführungen unterhielten die vielen kleinen und großen Besucher.

Einsatz wie vor 100 Jahren

"Hilfe, Hilfe", schreit eine junge Frau vom Balkon im dritten Stock des Schlauchturms. Dicke Rauchwolken steigen hinter ihr aus dem Fenster. Zum Glück nur die Einleitung zur "Historischen Übung" der Freiwilligen Feuerwehr Lennep. Alte Pumpenwagen, Drehleitern und Spritzen kamen zum Einsatz. Die gelungene, komödiantische Aufführung belohnte das Publikum mit viel Gelächter und Applaus.

Ruhiger verhielten sich die Zuschauer bei der Demonstration "Austritt giftiger und gefährlicher Stoffe". "Da läuft etwas aus dem Laster raus", flüsterte Paul Gebert (5) seinem Vater zu. Mit großen Augen verfolgte er die ein wenig unheimlich wirkenden Feuerwehrmänner Schutzanzügen. "Die Einsatzzeit unter den Anzügen beträgt aufgrund der enormen Belastung nur 20 Minuten", erklärte Brandinspektor Patrick Gröne. "Man hat das Gefühl, die machen erst mal nichts und schauen nur", wunderte sich Anne Pedersen zu Beginn. Sie war mit ihrem Mann und ihren drei Kindern aus Lindlar gekommen. Doch am Ende der Vorführung war auch sie überzeugt: "Es war beeindruckend, wie besonnen und professionell die Feuerwehrleute diese Situation dargestellt und bewältigt haben."

Reanimation, Rettungsdienst, Infektionsgefahren, Brandschutz – über das und vieles mehr informierten die Feuerwehrleute, die überall bereitstanden und Fragen beantworteten Fragen. "200 Helfer von der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehr sind hier heute trotz der anstrengenden letzten Tage im Einsatz", sagte Feuerwehrchef Guido Eul-Jordan – stolz auf "sein" engagiertes Team.

Die hohe Besucherzahl führte bei der Leiterfahrt in 30 Meter Höhe zu Wartezeiten von bis zu einer Stunde. "Es hat sich gelohnt, die Aussicht ist einfach toll", schwärmte Katrin Dehn. "In meinem Bauch hat es richtig gekribbelt", verrät ihre Tochter Tabea (7) und Simon (5) möchte endlich wieder mit dem Feuerwehrschlauch Holzklötze umspritzen: "Das macht mir hier am meisten Spaß!"

Quelle: RP
 
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