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Remscheid
Die guten Seelen des Sana-Klinikums

Remscheid: Die guten Seelen des Sana-Klinikums
Lotsin Elisabeth Stüttgen (l.) und Martina Holthaus, die Leiterin der Ehrenamtler. Foto: Jürgen Moll FOTO: Moll Jürgen
Remscheid. Auch im Sana arbeiten viele Ehrenamtler. Mit Elisabeth Stüttgen konnte nun der Lotsendienst starten, für den noch weitere Unterstützer gesucht werden. Die 61-Jährige hilft Besuchern, sich in dem großen Haus zu orientieren. Von Cristina Segovia-Buendía

Seit mehr als 30 Jahren gibt es den Dienst der Grünen Damen im Remscheider Sana-Klinikum. Regelmäßig besuchen sie Patienten aller Stationen am Krankenbett, leisten Gesellschaft oder erledigen kleinere Botengänge. Nun sorgt ein neuer Zugang bei den Ehrenamtlern mit einem Lotsendienst auch für die nötige Orientierung im Haus.

Große Wandtafeln am Eingang des Klinikums listen die verschiedenen Stationen und Fachabteilungen des Krankenhauses auf. Farbige Pfeile auf dem Boden leiten zum jeweiligen Ziel. Doch wer schon mal in einer Ausnahmesituation das Haus aufsuchte - ob als Patient oder als Begleitperson - weiß, wie schwierig es ist, den Überblick zu behalten. Ab sofort greift da Elisabeth Stüttgen den Klinikbesuchern unter die Arme. "Wer mit Schmerzen kommt, aufgeregt ist und vielleicht sogar etwas Angst hat, der hat es schwer, sich zurechtzufinden", sagt die 61-Jährige. Sie ist seit April Mitglied im Team der Grünen Damen und kennt sich mittlerweile gut in der Klinik aus. Seit September führt sie die Menschen als Lotsin durch das große Haus.

Gleich am Eingang, gegenüber der Informationstheke, steht Stüttgen einmal wöchentlich hinter ihren Tresen, begrüßt und beobachtet die Menschen, die das Klinikum betreten, bietet ihre Hilfe an. "An den Blicken und der Bewegung merkt man eigentlich gleich, ob die Leute angesprochen werden wollen oder nicht", sagt sie. Bislang habe sie ganz viele positive Rückmeldungen erhalten. "Ich bekomme sehr viel zurück. Die Leute sind dankbar, wenn man ihnen hilft." Je nach Anliegen, führt Stüttgen Besucher oder Patienten zur gewünschten Station, bringt sie gezielt zur benötigten Fachabteilung und nimmt ihnen so die Sorge, sich im Haus zu verlaufen. Immerhin hat der Remscheider Standort fast 600 Betten und knapp 20 verschiedene Fachabteilungen.

"Den Lotsendienst hatten wir schon länger angedacht, aber bislang fehlte uns das Personal dazu", erklärt Martina Holthaus, Leiterin der ehrenamtlichen Mannschaft, die aus 30 Frauen und Männern zwischen 56 und 80 Jahren besteht. Mit dem Zugang von Elisabeth Stüttgen konnte der Lotsendienst starten, obwohl weiterhin Unterstützer gebraucht werden. Denn Stüttgen stellt sich einmal die Woche für etwa drei Stunden für diesen sinnvollen Dienst zur Verfügung. Um die Orientierungshilfe auch an weiteren Tagen anbieten zu können, bräuchte es weitere Ehrenamtler, sagt Holthaus. Stüttgen beschreibt, was ein solcher Lotse im Sana-Klinikum an Eigenschaften mitbringen sollte: "Es muss ein Mensch mit Empathie und Beobachtungsgabe sein. Er sollte einen sensiblen Blick für die Bedürfnisse der anderen Menschen haben. Und er muss auf die Leute zugehen können."

Interessenten sollten mindestens 18 Jahre alt sein und ein paar Stunden Zeit pro Woche mitbringen. Wer Interesse hat, darf sich über Koordinatorin Claudia Reichert bei den Grünen Damen melden. Telefonisch unter 0 21 91/13 3018 oder per E-Mail an:

claudia.reichert@sana.de

Quelle: RP
 
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