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Remscheid
Die "Heilige Elisabeth" passt zu Lüttringhausen

Remscheid: Die "Heilige Elisabeth" passt zu Lüttringhausen
Die Rosenfreunde trafen sich vor dem F(l)air Weltladen in Lüttringhausen, vor dem eine Baumscheibe mit Rosenpflanze steht. FOTO: Jürgen Moll
Remscheid. Rosenfreunde suchen weitere Paten. Baumscheiben-Beete müssen gepflegt, alte Rosenstöcke dringend verjüngt werden. Von Cristina Segovia-Buendía

Die Rosenpaten der Gertenbachstraße setzten sich diese Woche mit den Rosenfreunden des Bergischen Landes zusammen. Bei einem offenen Treffen im F(l)air-Weltladen wurde heiter geplaudert und Ideen zur floralen Verschönerung Lüttringhausens ausgetauscht. Weitere Paten für Baumscheiben werden gesucht.

Seit zwei Jahren kümmern sich acht engagierte Hausgemeinschaften, Bürger, Lüttringhauser Blumenliebhaber und Anwohner der Gertenbachstraße um insgesamt 20 Rosenstöcke die an verschiedenen Stellen im Ortskern wachsen. Beim Treffen am vergangenen Mittwoch gesellten sich auch Sascha von Gerishem und Nicole Dahmen als Paten dazu. "Wir wohnen hier und finden es schön, und da dachten wir, dass wir uns einbringen könnten", sagte von Gerishem.

Angeregt zu dieser Initiative hatten Gabriele Lipka, Vorsitzende des Landschaftsbeirates, und Initiator Stephan Jasper vor zwei Jahren: "Uns geht es um die Grünpflege unter Bürgerbeteiligung für unseren Wohnort", erklärte Lipka. Denn auf der Gertenbachstraße, die in den 80er Jahren neugestaltet wurde, sei jahrelang, seitens der Stadt nichts gemacht worden. "Das Forstamt stellte uns vor zwei Jahren zwar einen Azubi zur Seite, um uns bei der Gestaltung der Baumscheiben zu helfen, die Pflege aber übernehmen wir." Eine Aufgabe die mit mehr Paten besser zu schultern wäre. Sechs Baumscheiben warten noch auf ihre Pfleger.

Seniorin Uschi Poser wohnt nicht an der Gertenbachstraße, liebt aber Blumen und suchte eine Beschäftigung. So kam sie zur Patenschaft der japanischen Kirsche im Ortskern. "Ich mache das gerne", sagte Poser. "Anfangs hatte ich noch viel Arbeit, weil meine Baumscheibe viele Disteln und Brennnesseln hatte." Mittlerweile aber ging die Pflege einfach von der Hand. "Letztes Jahr hatte ich erstmals Osterglocken im Beet. Zuerst hatte ich Knospen, dann Blätter, nur geblüht haben sie noch nicht." Darauf hofft sie im nächsten Jahr.

Maike Wand, Vorsitzende der Rosenfreunde Bergisch Land, die sich um den fachmännischen Schnitt der Rosenstöcke kümmern, war ebenfalls dabei. Ihr Verein datierte alle Rosen mit Standort und Namen in ein Verzeichnis. "Die Rosensorte, die wir hier am meisten haben, sind Westerland und Lucia." Ihrer fachmännischen Beurteilung nach müssten die alten Rosenstöcke dringend verjüngt werden. An fünf Stellen wurde dies bereits getan, drei stehen noch aus. Dort würde sie gerne die Sorte "Heilige Elisabeth" pflanzen, die eine rosafarbige Blüte trägt und von einem ungarischen Rosenzüchter stammt. Das freute Lipka: "Die Heilige Elisabeth? Das passt in unser frommes Lüttringhausen."

Quelle: RP
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