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Remscheid
Die Heimatdetektive

Remscheid: Die Heimatdetektive
In diesem Tal liegt der Steffenshammer. Die Heimatdetektive sollten ihn 2014 anhand eines Fotos und kleinen Textes entdecken und näher erforschen. Jürgen Moll FOTO: Moll Jürgen
Remscheid. VON SOLVEIG PUDELSKI

Viele Remscheider meinen, jeden Winkel ihrer Heimatstadt gut zu kennen. Aber oft fehlt der Blick fürs Detail oder die Kenntnis eher verborgener Schätze. Diese zu entdecken, Kapitel der Stadtgeschichte oder manche Kuriositäten kennenzulernen, kurzum in der eigenen Stadt den Blick fürs Detail zu gewinnen, darum geht es bei dem Wettbewerb "Remscheider Heimatdetektive" des Remscheider Automobil-Clubs ((RAC).

Für die dritte Auflage haben sich die Organisatoren wieder interessante Ziele und knifflige Aufgaben ausgedacht. "Die Fragen kann man beantworten, wenn man sich an Ort und Stelle genau umsieht. Internet-recherche reicht da aber nicht aus", sagen Klaus Freund und Günter Bangert, der die Ziele suchte und die dazugehörigen Aufgaben stellt. Beide sind im Vereinsvorstand aktiv.

Der Verein möchte sich mit dem Wettbewerb nicht nur bekannter machen und sein Image pflegen. Und wie der Titel verrät, möchte er Menschen motivieren, Bauwerke oder unbekannte Fleckchen mit detektivischen Augen neu zu erforschen. Zu den Zielen gehörten bisher zum Beispiel der Ein-Mann-Bunker in Honsberg oder Relikte einer Schiffsrutsche an einem Steilhang, auf der bis zu 40 Menschen zu Kaiserszeiten in rasanter Fahrt ins Morsbachtal hinabsausten. Es sei eine andere Art der Freizeitgestaltung, die Jung und Alt fesselt, wie die Kommentare der Teilnehmer in den vergangenen beiden Jahre bestätigen. "Vor allem Kinder haben einen Riesenspaß dabei", sagt Klaus Freund. Anmelden kann man sich bis Ende Juni. Bis Ende September haben die Teilnehmer Zeit, die Aufgaben zu lösen.

So funktioniert's: Über die Homepage des RAC kann sich jedermann anmelden. Wer die fünf Euro Teilnehmergebühr bezahlt hat, erhält die Bögen mit den zehn Aufgaben, die elfte Aufgabe ist eine zusätzliche Herausforderung. Es gilt, bestimmte Ziele zu entdecken. Danach sollen nummerierte Fotos den jeweiligen Zielen zugeordnet werden. Je nach Perspektive und Grad des Zooms kann das eine echte Herausforderung sein. So galt es 2014, die kleine Zange im Zaun des Steffenshammers, eins der Ziele, zu finden oder zu erkennen, dass das schmiedeeiserne Kreuz zum Treppengeländer des Altbaus im Ensemble des Röntgen-Museums gehört. Die Lösungen reichen die Teilnehmer beim RAC ein. "Weil bisher gleich mehrere Teilnehmer die richtigen Lösungen hatten, waren bei der Siegerehrung noch eine Reihe Stichfragen zu beantworten", sagt Günter Bangert. Wer die Ziele zuvor gründlich erforscht hat, könne sie auch beantworten. Dem Sieger winkt der "Heimatdetektiv-Pokal", die anderen erhalten einen Steinkrug mit Vereinsemblem und Aufschrift "erfolgreicher Heimatdetektiv". Außerdem werden bei einer Tombola gespendete, attraktive Sachpreise verlost. Nicht zuletzt geht es bei der Ehrung auch um Geselligkeit beim gemütlichen Kaffeetrinken.

Quelle: RP
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