| 00.00 Uhr

Remscheid
Die Preise für Wohneigentum steigen

Remscheid. Wohnungen kosteten laut Grundstücksmarktbericht 2015 neun Prozent mehr, Doppelhaushälften bis zu fünf Prozent. Von Solveig Pudelski

Nicht nur in Köln und Düsseldorf steigen die Immobilienpreise, auch in Remscheid ziehen die Preise für Wohneigentum an. Vor allem für ein Reihenhaus oder eine Doppelhaushälfte mussten die Käufer im vergangenen Jahr tiefer in die Tasche greifen. Gegenüber 2014 kletterten die Preise zwischen drei und fünf Prozent, sagt Denis Simicic, Geschäftsführer des Gutachterausschusses. Bei den Eigentumswohnungen lag die Preissteigerung sogar bei neun Prozent.

Welche Trends es auf dem Remscheider Immobilienmarkt gibt, lässt sich dem frisch erschienenen Grundstücksmarktbericht entnehmen. Darin geht es nicht nur um Wohneigentum, sondern auch Gewerbeimmobilien, um unbebaute und bebaute Grundstücke. "Die Basis dafür liefern die von den Notaren gemeldeten Kauffälle", erläutert Simicic, wie die Daten gewonnen werden. 2015 registrierte der Gutachterausschuss für Grundstückswerte in Remscheid 964 Kauffälle über bebaute und unbebaute Grundstücke.

Mit den Tabellen in der Hand hat der Kaufinteressent allerdings bei Banken oder Maklern kaum eine Chance, um Preise zu feilschen oder die Kaufsumme des Wunschobjekts stark nach unten zu drücken. Denn es handele sich nur um Durchschnittswerte. "Da gibt es beispielsweise bei Häusern große Unterschiede - je nach Baujahr, Größe, Lage, Zustand und Ausstattung. Am Ende kommt es darauf an, was wirklich im Warenkorb steckt", sagt der Geschäftsführer des Gutachterausschusses. Sprich: Das gut ausgestattete Reihenendhaus aus den 90er Jahren kann unterm Strich mehr kosten als das größere, aber sanierungsbedürftige, freistehende Einfamilienhaus aus den 60er Jahren.

Das sind einige Durchschnittspreise: Ein jüngeres (Baujahr 1995 bis 2013) Ein- oder Zweifamilienhaus kostete 325.000 Euro. Wurde es zwischen 1975 und 1994 errichtet, wurden 275.000 Euro gezahlt. Für jüngere Doppelhaushälften und Reihenendhäuser mit durchschnittlich 140 Quadratmetern Wohnfläche wurden vergangenes Jahr 260.000 Euro bezahlt, für die älteren 210.000 Euro. Bei den Eigentumswohnungen zeigt sich ein deutlicherer Preisanstieg. Ob die erhöhte Nachfrage dazu beigetragen hat, kann nur vermutet werden.

"Aber wahrscheinlich ist der Käuferkreis durch die niedrigen Bauzinsen gewachsen", sagt Simicic. Mehr Menschen können den Kauf einer Wohnung finanzieren. Im Durchschnitt kostete eine jüngere Eigentumswohnung 185.000 Euro, der Preis pro Quadratmeter lag bei 1910 Euro. Auffallend ist, dass 2015 keine Neubauwohnung verkauft wurde, 2014 waren es nur zwei. Ja nach Sanierungszustand und Lage gab es kleinere Wohnungen aus den 60er Jahren schon für 71.000 Euro. 2015 gab es insgesamt rund sechs Prozent weniger Verkäufe. Es wurden offenbar weniger Objekte angeboten.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Remscheid: Die Preise für Wohneigentum steigen


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.