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Remscheid
Die Remscheider Museen bekommen Unterstützung

Remscheid. Arnd Zimmermann leitet den neuen Fachdienst "Kulturmanagement". Schloss Burg gehört zu seinem Aufgabengebiet. Von Christian Peiseler

Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz will die Kultur in Remscheid mehr unterstützen als bisher. Es gibt kein zusätzliches Geld, aber einen neuen Fachdienst "Kulturmanagement". Mit Arnd Zimmermann übernimmt einer der Spitzenbeamten der Stadt die Leitung. Zimmermann (55) hat schon an vielen Positionen der Stadt gearbeitet. Bei der Ordnungsbehörde, der Sozialverwaltung, dem Gesundheitsamt und zuletzt bei der Verwaltungssteuerung. Der leitende Verwaltungsdirektor ist ein Spezialist für Management, Finanzen und Controlling. "Ich möchte vor allem die Museen bei ihrer Arbeit entlasten", sagt Zimmermann.

Unterstützung können das Deutsche Röntgenmuseum und das Deutsche Werkzeugmuseum gut gebrauchen, ist ihr Personalbestand doch in den vergangenen Jahren aufgrund des harten Sparkurses der Stadt deutlich reduziert worden. Zimmermann und seine beiden Mitarbeiter wollen Dr. Andreas Wallbrecht und Dr. Uwe Busch den Rücken für ihre vordringlichste Arbeit frei halten, die Kulturinstitute konzeptionell voranzubringen. Die notwendige, aber häufig als sehr lästig empfundene Verwaltungsarbeit übernehmen Zimmermann und seine Crew. Außerdem können die Kulturleute Zimmermanns glänzende Vernetzung in alle Bereiche der Verwaltung nutzen. In regelmäßigen Arbeitstreffen tauscht man sich aus, was zum Beispiel an Fördergeldern wo beantragt werden kann und muss. Zimmermann übernimmt den formalen Akt.

Zu seinen Aufgaben gehört außerdem die Begleitung der Neukonzeption von Schloss Burg. Der Bund hat 15 Millionen Euro zur Sanierung der Burg bewilligt. Doch noch ist nichts erreicht. In sechs Arbeitsgruppen entwickeln Fachleute zu verschiedenen Themen Ideen. Es geht um eine enge Abstimmung zwischen Solingen, Wuppertal, Remscheid und dem Schlossbauverein. Die Stadt zahlt jeden Jahr für Schloss Burg 66.500 Euro. Bei Schloss Burg ist gutes Management und ein versierter Umgang mit Anträgen für Fördergelder gefragt. Die Kommunen sind auf Unterstützung vom Land angewiesen. Zum neuen Fachdienst Kulturmanagement gehört auch das Stadtmarketing. Als weicher Stadtortfaktor soll die Kultur der Stadt innerhalb der Bürgerschaft und für Touristen besser vermarktet werden.

Quelle: RP
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