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Remscheid
Die romantische Seite des Wilden Westens

Remscheid. Der Sänger und Gitarrist Tim Grimm und seiner Ehefrau Jane gaben ein gelungenes Konzert im Saxo. Bei den eigenen Songs des amerikanischen Duos lautete das Motto: Gefühl ist Trumpf. Von Hagen Thiele

Ein Hauch von amerikanischer Wild-West-Romantik wehte am Mittwochabend durchs Saxo, als Tim Grimm mit seiner Ehefrau Jane zum Konzert lud. Im Gepäck hatten die US-Amerikaner das kanadische Duo Graydon James und Laura Spink der Band "The Young Novelists", das selbst auf Deutschland-Tour ist und sich spontan für einen gemeinsamen Auftritt bereit erklärte. Doch egal, ob als Duo oder als Quartett, die Musiker bescherten den zahlreichen Besuchern einen mehr als gelungenen Abend.

"Rock 'n' Roll", sagte einer der Besucher, als Grimm auf seiner Gitarre einen der Ausflüge in schnelle und besonders rhythmische Gefilde wagte. Ohne Frage, der US-Amerikaner, der von seiner Frau beim Gesang Unterstützung als zweite Stimme erhielt, hatte das Saxo an diesem Abend voll im Griff.

Die Gäste sangen, wenn sie es sollten, bewegten sich im Takt, applaudierten nach den Liedern oder ließen während der zumeist eher emotionalen Stücke verträumt die Gedanken kreisen.

Gefühl ist Trumpf - muss das Motto der Grimms lauten. Ehrlich und sehr intensiv erzählen ihre Songs Geschichten aus dem Alltag - Liebesgeschichten etwa. Sie berichten aber auch aus der Zeit des Wilden Westens, als die Pioniere begannen, den amerikanischen Kontinent zu besiedeln.

Sehr gelungen zeigten sich die Ansagen zwischen den Stücken. Meist fasste Tim Grimm kurz zusammen, wovon das folgende Stück handeln sollte oder plauderte über die Entstehungsgeschichte der Lieder. Dadurch gewannen sie noch einmal an Tiefe.

Nicht von ngefähr verbreiteten die Melodien von Tim Grimms Gitarre Wild-West-Stimmung, aber drifteten dabei nie ab in stereotype Tonfolgen. Stimmlich überzeugte der Musiker mit einem wandelbaren Organ, das sowohl die ruhigen, eher nachdenklichen Passagen meisterte, als auch zwischenzeitlich rauchig und kraftvoll Akzente setzte.

Besonders bei den Liedern, als seine Frau ihn mit ihrer Stimme begleitete, nahm der Gesang den Hörer direkt gefangen.

Quelle: RP
 
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