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Remscheid
Die Ruhe in Lennep beeindruckt Besuch aus China

Remscheid. Über Besuch aus Fernost freuten sich jetzt Schüler des Röntgen-Gymnasiums (RöGy): 30 chinesische Schüler, zwischen 14 und 17 Jahre alt, der Wenling Middle School, waren für eine Woche zu Gast in Lennep. Am vergangenen Samstag besuchten sie das Röntgen-Museum. Der chinesische Austausch ist auch für die deutschen Schüler, die sich gegenüber der fremden Kultur neugierig und aufgeschlossen zeigten, ein besonderes Erlebnis. Der Gegenbesuch nach China ist für Oktober 2016 geplant. Von Cristina Segovia-Buendía

Für die 14-jährige Penguin Chen ist es die erste Europa Reise. Viele neue Eindrücke konnte sie in diesen Tagen schon sammeln, sie stellte dabei fest, wie verschieden all das von ihrer Heimat ist. "Das erste, was mir auffiel, ist, dass hier alles so ruhig ist", erzählte Chen schüchtern, während ihre Mitschüler aufmerksam und interessiert das Röntgen-Museum besichtigten. Im Vergleich zu ihrer Heimat herrsche in Lennep kaum Hektik und Chaos auf den Straßen. "Außerdem fand ich es auch interessant, dass hier alte Gebäude erhalten werden." In China würden sie abgerissen und durch moderne ersetzt. Auch die deutschen Gewohnheiten sind für die 14-Jährige absolutes Neuland. Zum Beispiel das Frühstück: Gewöhnt morgens eine warme Reissuppe zu essen, ist ein deutsches Frühstück mit Brot und Aufschnitt für sie ungewöhnlich. "Hier wird Kaltes gegessen und Warmes getrunken." Auch für Sabrina Kalbitz (15) ist der Besuch ihrer Gastschwester Yu spannend. Da Kalbitz noch kein Chinesisch kann - sie fängt gerade erst mit dem Unterricht an - und die Chinesen kein Deutsch lernen, unterhalten sich die Zwei auf Englisch. "Ich hatte ziemlich viel Glück mit ihr. Sie spricht gut Englisch und ist nicht so schüchtern." Dass Chinesen stets freundlich und höflich sind, sei keineswegs ein Klischee, bestätigte die 15-Jährige: "Es stimmt wirklich." Im nächsten Jahr wird sie Penguin Chen in China besuchen, worauf sie sich auch schon sehr freut. "Es wird sicher spannend." Zum dritten Mal findet der Austausch mit China statt. Fernost sei nicht nur wirtschaftlich auf dem Vormarsch, sondern auch bei ihren Schülern immer beliebter, sagt Antje Benedix, Chinesisch-Lehrerin am Röntgen-Gymnasium. "Es sind immer mehr Schüler, die Chinesisch noch vor Spanisch oder Französisch als zweite Fremdsprache wählen." Natürlich sei auch der Austausch, der am RöGy zu jeder Fremdsprache angeboten wird, interessant und förderlich für ihre Schüler - obwohl er sehr kostspielig und aufwendig sei. "Sie lernen dadurch, kulturelle Unterschiede hinzunehmen, ohne sie gleich zu bewerten. Sie werden dadurch viel offener für Neues", sagt Benedix.

Quelle: RP
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