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Remscheid
Die Stadt will der Tafel aus ihrer Not helfen

Remscheid. Dezernent Neuhaus trifft sich mit dem Vorstand. Von Christian Peiseler

Um eine Lösung für die aktuellen Probleme der Remscheider Tafel zu finden, will sich Sozialdezernent Thomas Neuhaus nächste Woche mit Tafel-Vorstand Oliver Witte treffen. "Ich bin bereit, mitzuhelfen, um eine Lösung zu finden", sagt Neuhaus. Die Tafel kann vorerst keine weiteren Lebensmittelkarten mehr ausstellen, weil der Andrang auf die Lebensmittelausgabe durch die gestiegene Zahl der Asylanten deutlich zugenommen hat. Nach Auskunft von Oliver Witte hat sich die Zahl der Bedürftigen, die auf die Lebensmittel der Tafel angewiesen sind, in den vergangenen Monaten stellenweise verdoppelt.

Waren es früher 30 Menschen in der Schlange, seien es heute durchschnittlich um die 70. Inzwischen, so schätzt Witte, nehmen etwa 3000 Menschen in Remscheid das Angebot der Tafel wahr. Anfang des Jahres seien es etwa 2200 gewesen. Für den Einzelnen falle immer weniger ab, denn die Zahl der Lebensmittelspenden wachse schließlich nicht gleichermaßen mit. Neuhaus hofft, dass bei der Beschaffung von Lebensmitteln Remscheider Unternehmer helfen können. Er will sie gezielt ansprechen.

Für die Menschen, die zur Tafel gehen müssen, weil das Geld nicht zum Leben reicht, hofft Neuhaus auf Unterstützung. "Hier ist Solidarität angebracht", sagt Neuhaus. Ressentiments gegen Flüchtlinge und Unstimmigkeiten vor der Essensausgabe will der Sozialdezernent auf jeden Fall vermeiden helfen.

Quelle: RP
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