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Remscheid
Die Viola führt sanft durch das Märchenland von Robert Schumann

Das "Junge Kammermusiktrio" lud am Sonntagnachmittag zu einem kurzweiligen, musikalischen Ausflug in die Romantik ein. Vom Gemeindezentrum Esche aus ging es mit rund 50 Besuchern auf eine reise in die Schaffenszeit der Komponisten Robert Schumann und Max Bruch. Von Cristina Segovia-Buendía

Ein musikalisches Programm zum Träumen und Verweilen hatten die drei jungen Musikerinnen Natalie Tarhan (Klavier), Jana Wegerhoff (Violine) und Stephanie Winter (Viola) zusammengestellt: Mit Schumanns Märchenerzählungen starteten sie ihre Reise in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Das Werk, bestehend aus vier Sätzen, wurde 1853, nur drei Jahre vor seinem Tod, von Schumann komponiert. In seiner Originalfassung war es ein Stück für Klarinette, Viola und Klavier, wobei das Junge Kammermusiktrio die Klarinette durch die Violine ersetzte.

Nichts ungewöhnliches, verriet Musiklehrerin Stephanie Winter, denn das Werk wurde bereits mehrmals für andere Instrumente umgeschrieben: "Schumann bestand aber darauf, dass nur die Klarinette ersetzt werden sollte, da für ihn die Viola charakteristisch für das Märchenbild war." Schumanns Märchenerzählungen, die er seinem Schüler Albert Dietrich widmete, kamen beim Publikum gut an.

Es folgten acht weitere Stücke des Kölner Komponisten Max Bruch. Ausgesucht hatte das Trio diese Werke, weil sie mit Schumanns Märchenerzählungen eng verwoben zu sein schienen. "Sie sind an Schumann angelehnt", erklärte Tarhan den Zuhörern. Als "farbliche und rhythmische Charakterbilder, sehnsuchtsvolle Stimmungsbilder", beschrieb die Musikerin die acht Werke. "Sie bilden keinen geschlossenen Zyklus und können auch unabhängig voneinander gespielt werden."

Präzise und mit viel Gefühl spielte das Trio Bruchs Werke. Die Pausen zwischendurch rissen einige der Besucher aus ihrem wohligen Trance-Zustand. Immer wieder setzten einige aus dem Publikum zum Beifall an. Schließlich ernteten die begabten Musikerinnen einen langanhaltenden Applaus, für den sie sich mit einer Zugabe bei ihren aufmerksamen Publikum bedankten.

Quelle: RP
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