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Ansichtssache
DOC-Euphorie noch mit gebremstem Schaum

Remscheid. Am Vortrag von Henning Balzer hat es sicher nicht gelegen. Der Entwicklungsdirektor des DOC-Investors McArthurGlen nannte in dieser Woche bei einer Veranstaltung in der Klosterkirche nicht zum ersten Mal Zahlen, die jeden Einzelhändler, Hotelier oder Gastronomen frohlocken lassen müssten. 2,5 Millionen Besucher pro Jahr werden im DOC Lennep erwartet, viele davon kommen aus dem Ausland.

Potenzial satt, um auch vor Ort daraus einen Nutzen für die Stadt zu ziehen. Das hat der Einzelhandelsverband erkannt und weitere Fürsprecher eingeladen. Die sagten an jenem Abend viele Dinge, die man sonst eher selten hört in Remscheid. Imagegewinn, weicher Standortfaktor, Chance für den Tourismus - vieles scheint möglich.

Gleichwohl bleiben die Protagonisten vorsichtig beim Ausmalen der Remscheid-mit-DOC-Zukunft. Vor allem die Klage der Nachbarstadt Wuppertal hängt wie ein Damokles-Schwert über allen noch so schönen Zukunftsszenarien.

Im Tal der Wupper sieht zwar derzeit wenig danach aus, dass die FOC-Pläne des Investor Klees am Hauptbahnhof die angepeilte Dimension erreichen und damit eine ernsthafte Konkurrenz für das Remscheider DOC werden könnten. Doch im Rathaus Barmen scheint es längst vor allem darum zu gehen, dass auf keinen Fall das kleinere Remscheid ein solches Projekt bekommt. So sieht also die Bergische Kooperation in Reinkultur aus - beschämend.

henning.roeser@bergische-morgenpost.de

Quelle: RP
 
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