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Remscheid
DOC - SG Hackenberg hat viele offene Fragen zum Stadion-Ersatz

So soll das DOC in Remscheid aussehen
So soll das DOC in Remscheid aussehen FOTO: McArthurGlenn
Remscheid. Wie wird der Verein für Abriss des Vereinsheims entschädigt? Fragenkatalog geht an Ratsfraktionen. Umzugspläne des FCR sollen bis Herbst geprüft sein. Von Henning Röser

Anders als der FC Remscheid ist die SG Hackenberg grundsätzlich einverstanden damit, dass auf dem Hackenberg ein Ersatzstadion für das Röntgenstadion gebaut wird, das im Zuge des DOC-Projekts weichen muss. Die gemeinsamen Planungen von Stadt und Stadtsportbund hat der am Hackenberg beheimatete Sportverein bislang wohlwollend verfolgt.

Doch langsam steigt die Unruhe auch bei der SG Hackenberg. Eine dreiseitige Liste mit Fragen hat der Vorsitzende Joachim Weber nun an die Ratsfraktionen und die Stadtverwaltung gesandt. Dabei geht es um zentrale Entscheidungen für den Verein. Erhält die SG, die ihr Vereinsheim für die neue Anlage abreißen müsste, einen finanziellen Ersatz? Und wird dieser mit den Kosten für das geplante neue Heim verrechnet? Oder muss der Verein drauf zahlen? Was ist mit dem Einnahmeverlust, der durch den Wegfall von Pachteinnahmen während der rund 18-monatigen Bauzeit entsteht? Wo soll in dieser Zeit das Pfingstturnier der SG Hackenberg stattfinden?

"Um diese Fragen hat sich bislang keiner der Verantwortlichen bei der Stadt gekümmert", sagte Weber der BM. Dieser "Feinschliff" aber sei für die Zukunft seines Vereins entscheidend. Als er Bürgermeister David Schichel (Grüne) während des Pfingstturniers der SG Hackenberg davon erzählte, riet ihm dieser, alle offenen Fragen aufzulisten und an die Politik zu schicken. Dass der Bau der neuen Anlage durch den möglichen Umzug der 1. Mannschaft des FCR nach Reinshagen, der gerade von der Stadt geprüft wird, möglicherweise ins Wanken gerät, sieht Weber gelassen. Wenn die Stadt auf diese Art einige Millionen Euro sparen könne, sei das sicher gut. In der Verantwortung für 500 Kinder sei ihm vor allem daran gelegen, dass die SG Hackenberg eine funktionierende Sportanlage bekomme. Das habe ihm Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz fest zugesagt.

"Alle Fragen der SG Hackenberg werden beantwortet", sagte Mast-Weisz gestern auf BM-Anfrage. Noch sei die Stadt bei der Projektplanung "nicht so in die Einzelheiten" gegangen. Das werde aber jetzt passieren. Bis zum Herbst soll zudem Klarheit herrschen, ob überhaupt ein neues Stadion in Hackenberg gebaut wird. "Wir prüfen die Bitte des FC Remscheid wohlwollend." Das begrüße auch die Politik.

Ein erster wichtiger Termin findet dazu in der kommenden Woche im Rathaus statt. Alle wichtigen Ämter geben dann in einer großen Konferenz eine erste Einschätzung zur Machbarkeit des Umzuges ab. Grundsätzlich will die Stadt die Bebauungs-Pläne für die Anlage am Hackenberg im Zusammenhang mit dem DOC parallel vorantreiben, bis eine Entscheidung zum FCR-Umzug nach Reinshagen gefallen ist, sagte der OB gestern.

Quelle: RP
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