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Remscheid
Dohrmann baut die Trecknase zu Ende

Remscheid: Dohrmann baut die Trecknase zu Ende
TBR-Betriebsleiter Michael Zirngiebl, Wolf-Dietrich Spelsberg und Oliver Mesch vom Bauunternehmen Dohrmann sowie OB Burkhard Mast-Weisz (v. l.). Foto: Hennings FOTO: Röser
Remscheid. Remscheider Bauunternehmer übernimmt im Dezember die seit Wochen brachliegende Großbaustelle. Ende Oktober 2018 soll der Umbau beendet sein. Die Stadt geht davon aus, dass die geplanten Baukosten von 4,5 Millionen ausreichen. Von Henning Röser

Stillstand sorgt für Spott. In den sozialen Medien sei die Trecknase bereits mit dem seit vielen Jahren unvollendeten Berliner Flughafen verglichen worden, berichtete Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz (SPD) gestern Nachmittag vor Journalisten im Rathaus. Dass er dabei entspannt lächeln konnte, hat gute Gründe. Im Dezember soll es an der größten Baustelle Remscheids weitergehen. Dann wird das Remscheider Bauunternehmen Dohrmann damit beginnen, den Umbau der Kreuzung zu vollenden. "Es geht weiter", betonte der OB gleich mehrfach.

Dohrmann war im Bieterverfahren um den 4,5 Millionen Euro schweren Auftrag an zweiter Stelle gelandet. Den Zuschlag bekam die Firma Pohl, der die Stadt im Oktober kündigen musste, weil sie den Untergrund der neuen Straßen zunächst nicht ausreichend verdichtete - und anschließend nicht bereit war, diesen Fehler zu beheben. Mast-Weisz zeigte sich erfreut, dass Dohrmann so schnell in die Bresche springt. So verlängere sich die Bauzeit weniger stark, als er befürchtet hatte.

Ende Oktober soll das Projekt abgeschlossen sein, sagte Dohrmann-Geschäftsführer Oliver Mesch. Das wären vier Monate mehr als zu Baustart geplant. Weil es noch einige Wochen dauern wird, die von der Firma Pohl geleistete Arbeit zu vermessen und zu bewerten, wird Dohrmann seinen Part der Arbeiten mit der ursprünglich später geplanten Verlegung eines Kanals im Bereich der Ringstraße beginnen. Erst später geht es dann an die Flächen, die den Ärger verursachten.

"25 bis 30 Prozent" des Projekts Trecknase seien aktuell gemäß Auftrag fertiggestellt, den Rest werde die Firma Dohrmann übernehmen, gab Michael Zirngiebl, Betriebsleiter der Technischen Betriebe (TBR), auf Nachfrage eine Einordnung ab. Nach jetzigem Stand geht die Stadt davon aus, mit den insgesamt 4,5 Millionen Euro, die für das Projekt eingeplant sind, auszukommen. Denn die Ausgaben, die für die Korrektur der Fehlleistungen der Firma Pohl anfallen werden, will man dieser in Rechnung stellen. Zirngiebl und Mast-Weisz rechnen beide mit einem längeren Rechtsstreit in dieser Frage.

"Das ist auch für uns neu", sagte Oliver Mesch zur Tatsache, dass man ein Projekt übernimmt, das wegen eines Rechtsstreits unterbrochen wurde. Umso wichtiger sei die Abgrenzung der bisher geleisteten Arbeiten von dem, was seine Firma machen wird. Wie berichtet, hat die Stadt einen Gutachter eingeschalter, der die Trecknase aus der Luft mit einer Drohne vermessen ließ.

Die Asphaltschicht, die auf der nicht ausreichend verdichteten Schotterschicht verlegt wurde, wird noch eine Weile liegenbleiben, bevor sie wieder entfernt wird. Sie diene als Schutzschicht, damit Kälte und Nässe nicht in den Untergrund einziehen, erklärte Mesch.

Quelle: RP
 
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