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Remscheid
Drei Schulen ziehen an einem Strang

Remscheid. Die "Bildungslandschaft Lennep" soll jedem Schüler den bestmöglichen Bildungsweg ebnen. Ein Beirat begleitet die Kooperation. Von Michael Bosse

Die Durchlässigkeit zwischen den weiterführenden Schulen in Lennep erleichtern und die Chancen für die Schüler auf einen bestmöglichen Abschluss verbessern - das will die "Bildungslandschaft Lennep", die gestern aus der Taufe gehoben wurde. Das Röntgen-Gymnasium, die Albert-Schweitzer-Realschule und die Ganztagshauptschule (GHS) Hackenberg vereinbarten eine enge Kooperation, die unter anderem eine gemeinsame Beratung für Eltern von Grundschulkindern umfasst. Ein Beirat begleitet die Kooperation, das Gremium nahm am Mittwoch seine Arbeit auf.

Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz, der auch im Beirat sitzt, bezeichnete die Gründung der "Bildungslandschaft Lennep" als "Meilenstein". Mit der Kooperation werde die "bestmögliche Bildung für junge Menschen in unserer Stadt" ermöglicht. Die Schulsysteme würden "so durchlässig wie möglich". Das sei deshalb so wichtig, weil Bildung das "größte Kapital" in Remscheid sei, erklärte der OB.

Am Abend gab es eine erste Veranstaltung der drei weiterführenden Schulen, bei der Eltern von Grundschülern über die Schulformen unterrichtet wurden. Die Grundschulen seien ein "wichtiger Partner", weil durch die enge Vernetzung mit ihnen der bestmögliche Weg zur Ausbildung junger Menschen geschaffen werde, sagte der Leiter des Röntgen-Gymnasiums, Matthias Lippert.

Geplant ist zudem, die gemeinsamen Lernangebote weiter auszubauen: So gibt es bereits einen übergreifenden Spanisch-Unterricht für Haupt- und Realschüler. Auch die Vernetzung der Schulen in den sogenannten MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) soll ausgeweitet werden. Zudem ist die Entwicklung einer "übergreifenden Schulkultur" angedacht. Das könnten zum Beispiel gemeinsame Ganztagsangebote der drei Schulen oder ein gemeinsamer Lehrerausflug sein, sagte der Leiter der GHS Hackenberg, Dirk Schönwetter.

Seit etwa drei Jahren erproben die drei weiterführenden Schulen schon Möglichkeiten der Kooperation. "Durch die Nähe der Schulen zueinander bot sich das an", betonte der Leiter der Albert-Schweitzer-Realschule, Jörg Bergemann. Etwa 1850 Schüler zählen die drei Schulen derzeit. Die Schulkonferenzen haben der "Bildungslandschaft" im Vorfeld schon zugestimmt.

Der Beirat will sich zweimal im Jahr - jeweils zum Ende eines Schuljahres - treffen und mögliche Projekte besprechen. Begleitet und unterstützt wird die Arbeit von Wissenschaftlern der Bergischen Universität Wuppertal.

Steven Mathauschek hat die Durchlässigkeit der Schulen schon erprobt. Nach der siebten Klasse wechselte er von der Realschule in die achte Klasse des Röntgen-Gymnasiums. "Ich habe den Schritt nicht bereut", sagte der 14-Jährige. Vor dem Wechsel in die neue Schule hatte er einen zweiwöchigen Probeunterricht am Gymnasium absolviert. Beraten bei dem Schritt hatte ihn auch sein damaliger Deutschlehrer, Jörg Bergemann.

Quelle: RP
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