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Remscheid
Druckvoller Punkrock in der Kraftstation

Remscheid. Zwei Remscheider Bands sorgten für ein wild tanzendes Publikum. Benefizkonzert für Flüchtlinge. Von Hagen Thiele

Bei gleich drei Bands standen am Freitagabend knackige Riffs, mitreißender Groove und Spielfreude im Blickpunkt. Beim Konzert in der Kraftstation hinterließen die Remscheider von "Room 6" und "Pretty Useless" einen bleibenden Eindruck. Die Wuppertaler Funk-Rocker "Majestic Faces" lieferten ebenfalls einen guten Auftritt ab, aber konnten die Besucher nicht so begeistern wie ihre Remscheider Kollegen. Als "Room 6" die Bühne betraten, sah es zunächst nicht allzu gut aus. Das ohnehin nicht besonders zahlreiche Publikum schien den Startschuss für den Auftritt verpasst zu haben. Der melodische Punkrock der Remscheider traf mit Verzögerung den Nerv der Besucher, und die mitreißende Bühnenshow wirkte ansteckend. Schon bald wirbelten die Leiber im Publikum so wild durcheinander, als gäbe es keinen Morgen. "Wir spielen jetzt einen Song von unserm neuen Album", sagte Sänger und Gitarrist Dennis Wiesemann, der Musikfreunden aus der Region aber wohl eher unter seinem Spitznamen Lumpi bekannt ist. Das folgende "Get outta of my head" erwies sich als Ohrwurm. Außer mit einprägsamen Melodien würzte die Gruppe ihren Punk mit spielerischen Raffinessen wie etwa Tapping auf der Liedgitarre. Dadurch blieben die Songs stets spannend. "Pretty Useless" standen als zweite Band des Abends den Musikern von "Room 6" in Sachen Spielfreude in nichts nach. Die druckvolle Gitarrenwand bot trotz allem noch Platz für Melodien und eine allem Anschein nach gut aufgelegte Gruppe. Man scherzte untereinander und mit dem Publikum. Bassist Luca Christ brach zudem eine Lanze für die Flüchtlingshilfe. "Es ist schön, dass ihr diese gute Sache unterstützt", sagte er den Besuchern, deren Eintrittsgelder zu zwei Fünfteln Flüchtlingsprojekten zugutekommen.

Zwar überzeugten die Wuppertaler "Majestic Faces" als erste Band des Abends mit technisch feinem Funk-Rock, doch sprang der Funke nicht ganz auf die Besucher über.

Quelle: RP
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