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Thema Elektromobilität
E-Autos - umweltschonend, aber teuer

Remscheid. Wer Autos mit Elektroantrieb fährt, schont die Umwelt. Mancher Remscheider wäre bereit umzusteigen. Doch gibt es weiter Hindernisse. Zwar hat Remscheid sechs Tankstellen, die Kosten der Autos sind aber hoch, Reichweiten immer noch gering. Von Tim Harpers

In Remscheid gibt es derzeit insgesamt sechs Tankstellen für Elektroautos, E-Fahrräder, -Roller und Segways. Die Autotankstellen finden sich an der EWR-Hauptverwaltung (Neuenkamper Straße 81), am Friedrich-Ebert-Platz und in der PSR-Tiefgarage am Rathaus. Das Aufladen ist zur Zeit noch kostenlos. Das Einzige, was man mitbringen müsse, sei ein wenig Zeit, sagt EWR-Sprecher Klaus Zehrtner.

Die Ladesäulen verfügen über zwei unterschiedliche Anschlüsse, um möglichst viele E-Auto-Modelle bedienen zu können. "Es gibt eine normale Schuko- und eine siebenpolige Steckdose", sagt der EWR-Sprecher. "Im Idealfall können also zwei Autos gleichzeitig an die Ladestation angeschlossen werden." Der Zugang zur E-Tanksäule erfolgt in der Regel über das Handy und ist vergleichsweise simpel, da das System mit einer Rufnummernerkennung arbeitet. Alternativ besteht die Möglichkeit, bei der EWR eine sogenannte RFID-Karte zur Freischaltung zu beantragen. Bisher hat der kommunale Energieversorger davon 25 Stück herausgegeben.

Im Zeitalter zur Neige gehender fossiler Brennstoffe wird das Thema Elektromobilität immer wichtiger. Das haben auch die EWR erkannt. "Wir sind als städtische Tochter ja auch an die Vorgaben der Bundesregierung gebunden", sagt EWR-Sprecher Zehrtner. "Deshalb engagieren wir uns schon seit geraumer Zeit für eine Stärkung der entsprechenden Infrastruktur in der Region."

Dass E-Mobilität viel mehr bedeuten kann als bloß den Umstieg auf Elektroautos, wird an den anderen Angeboten im Portfolio des Energieunternehmens deutlich. Auch beim Fahrradfahren habe man einen Trend zur Motorisierung registriert, heißt es von Seiten der EWR. Deshalb gebe es in der Stadt auch Angebote für Fahrrad-, Roller- und Segwayfahrer. Am "H2O Sauna und Badeparadies" etwa hat das Versorgungsunternehmen eine Pedelec-Ladestation eingerichtet. Eine zweite E-Bike-Ladestation findet sich am Alter Markt in Lennep und eine dritte an der Tennishalle an der Bornbacher Straße in Bergisch Born. Auch hier ist das Aufladen der Energiezellen kostenlos. Bei der Standortwahl habe man das gastronomische Angebot in der Umgebung berücksichtigt, erläutert Zehrtner. "Damit sich die Fahrer während des Ladens selbst eine Pause gönnen und ihren eigenen Akku aufladen können."

Für EWR-Kunden besteht unter bestimmten Voraussetzungen sogar die Möglichkeit einer Förderung beim Kauf eines E-Bikes. "Wer unseren Öko-Tarif nutzt und eine entsprechende Rechnung bei uns einreicht, kann einen gewissen Betrag erstattet bekommen."

Für die Zukunft gehen die EWR vor allem von großen technischen Fortschritten im Bereich des Speichervolumens von Elektroakkus aus. Da tue sich im Moment sehr viel, heißt es von Unternehmensseite. Von den Entwicklungen sollen vor allem die E-Auto- und die Photovoltaik-Industrie profitieren.

Beratung und technische Tipps zu den E-Angeboten im Stadtgebiet gibt es bei der EWR unter Telefon 0800 0 164 164.

Quelle: RP
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