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Remscheid
Remscheid zieht den Stecker - Kneipenmusik bei Kerzenschein

Earth Hour 2016 - Remscheid zieht den Stecker
Kerzenlichter statt Lampen. Die Gäste in der ErlebBar nahmen die Earth Our am Samstagabend ernst. FOTO: Nico Hertgen
Remscheid. Die Erlebnis-Agentur 378meter.de ist für spannende und innovative Konzepte bekannt. Mit der "Ausgehtour" gelang es zusammen mit einigen Gastronomen und der Klima-Alianz Remscheid, ein deutliches Zeichen für die Umwelt zu setzten. In neun Remscheider Kneipen zog man am Samstagabend kurzerhand zur Earth Hour den Stecker und bot den Besuchern akustische Musik, die die Künstler zumindest in den meisten Fällen ohne elektrische Verstärker umsetzten. Von Hagen Thiele

Fast hätte man glauben können, die ErlebBar von 378meter.de wäre gar nicht geöffnet. Doch auf den zweiten Blick erkannte man einen heimeligen Lichtschein im Innern. Konsequent hatte man die Vorgabe umgesetzt und verzichtete auf jedweden Strom. Kerzen spendeten Licht und sorgten für gemütliche Atmosphäre, als kleinen Gag konnten die Besucher bei einem Fahrrad in die Pedale treten und über einen Anschluss nur per Muskelkraft ihre Handys laden. Musikalische Unterhaltung bot Henning Hantelmann, der neben zahlreichen Instrumenten und einem Gastmusiker gute Laune und jede Menge Motivation im Gepäck hatte. "Wir spielen bis der Laden zumacht", sagte Hantelmann. Die akustischen Stücke und seine melodische Stimme passten hervorragend zur Stimmung in der ErlebBar. "Ich habe Gänsehaut!", rief eine Besucherin nach einem Lied.

Gänsehaut konnten die Besucher auch im Saxo bekommen, in dem ebenfalls nur Kerzen Licht spendeten. Dort spielte die Hardrock-Band Ryders, die ihre Stücke für den Anlass extra neu arrangiert hatte. "Für uns ist das unplugged auch eine ganz neue Herausforderung", sagte der Gitarrist Marvin Kottsieper. Das Experiment gelang. Egal ob es etwa das Cover einer Pop-Rock-Hymne wie "Allright Now" serviert mit Lagerfeuerromantik oder ein Stück aus eigener Feder wie "Riding like the Wind" war, den zahlreichen Gästen schmeckte die musikalische Kost. Einziger Wermutstropfen: So ganz ohne elektrische Verstärker gingen die leiseren Stücke etwas unter.

Einige hundert Meter weiter, in der Schenke des MK Hotels, wollte man nicht ganz ohne Strom spielen. Das Akustik-Trio Rambajam um Sänger und Gitarrist Gustavo Felipe luden zur Fiesta und heißen Tänzen. Die Schenke war bis in den hintersten Winkel gefüllt. Damit die Musik nicht von den hunderten Besuchern geschluckt wurde, war die elektronische Verstärkung unter den Umständen eine gute Wahl.

Außerdem nahmen das Il Salento, das Miro, die Bar Beya, das U103, das Andalucia und der 12Inch Club an der "Ausgehtour" teil.

Quelle: RP
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