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Remscheid
Ebert-Platz - CDU will Ampel und Tunnel gleichzeitig

Remscheid. Die politische Diskussion um die Neuplanung des Ebert-Platzes fokussiert sich mehr und mehr auf den Bereich der Elberfelder Straße. Die Liste der Vorschläge für die sichere Überquerung der vierspurigen Straße im Bereich zwischen Ämterhaus und Busbahnhof wurde in der Sitzung der Bezirksvertretung Alt-Remscheid am Dienstagabend um eine neue Variante erweitert. Rosemarie Stippekohl (CDU) schlug vor, die geplante überirdische Ampel zwar zu bauen, den vorhandenen Tunnel aber vorerst nicht zu schließen. So könne man in aller Ruhe beobachten, wie die Ampel-Querung funktioniert - und habe Ausweichmöglichkeiten. Von Henning Röser

Wie berichtet gibt es Sorgen, dass die überirdische Querung für Fußgänger Gefahren birgt. Auch EMA-Schulleiter Hans Heinz Schumacher sorgt sich um seine Schülerschaft. Dies bekräftigte in der Sitzung Alexander Ernst (W.i.R.). Er hole täglich seinen Sohn von der Schule ab und beobachte dabei abenteuerliche Szenen, wenn eilige Schüler versuchen, die (aktuell allerdings noch unbeampelte) Straße zu überqueren. Auch Mitarbeiter der Verwaltung sehe er immer wieder bei diesem riskanten Manöver, so Ernst.

SPD-Bürgermeister Otto Mähler will sich in einem Gespräch mit EMA-Schülern ein Bild verschaffen. Er regte im Vorfeld der Sitzung eine "Sprinterbrücke" für die Schüler an. Diese müsse "nicht zwingend barrierefrei" sein. Die SPD will den Tunnel gerne schließen, hält ihn für nicht mehr zeitgemäß. Die Partei regt die Bürger an, weiterhin Vorschläge zum Thema zu machen.

Hans-Lothar Schiffer (FDP) schlug eine Zählung der Fußgänger vor, um einen Überblick zu bekommen, wie sich die Ströme verteilen. Baudezernent Peter Heinze notierte sich auch diese Vorschläge. Gemeinsam mit allen Beiträgen zum Thema aus den vergangenen Wochen werden sie Thema bei den anstehenden Verhandlungen mit den Architekten sein, die aus der Vorplanung zum Ebert-Platz in den kommenden Monaten eine Detailplanung erstellen. Im März will die Stadt auf der Basis dieser Gespräche ein Verkehrskonzept erstellen lassen. Fest steht schon jetzt: Die Linksabbiegespur in die Ludwigstraße soll es weiterhin geben.

Quelle: RP
 
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