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Remscheid
Ein Abstieg, der ewig in Erinnerung bleiben wird

Remscheid: Ein Abstieg, der ewig in Erinnerung bleiben wird
Die BHC-Fans feierten das Team trotz des Abstiegs in die Zweite Liga. FOTO: gra
Remscheid. Nach der Rückrunde hatte kaum ein Experte daran geglaubt, dass der Bergische HC noch eine Chance auf den Klassenerhalt haben würde. Das abgeschlagene Schlusslicht aber startete in der Handball-Bundesliga eine famose Aufholjagd. Der 30:29-Auswärtssieg Mitte Februar bei den Füchsen Berlin hätte allein schon für den besonderen Moment des Jahres reichen können, weil dieser Erfolg auf keiner Rechnung gestanden hatte. Es war an dem Abend unmöglich, den Bericht so zu schreiben, dass er mit Abpfiff in Druck gehen konnte. Für solche Siege aber nimmt man gerne den Stress in Kauf.

Die Liste der Abgänge wurde immer länger. Und obwohl feststand, dass acht Akteure den Verein verlassen würden, kämpfte die Mannschaft als solche mit Herz und Charakter bis zum letzten Spieltag gegen den drohenden Abstieg. Auf das achtbeste Team der Rückrunde wartete schließlich am 10. Juni das Endspiel gegen die TSV Hannover-Burgdorf beziehungsweise das Fernduell gegen die direkten Konkurrenten TBV Lemgo, VfL Gummersbach und TVB Stuttgart.

Die Begegnung an sich war ein erneuter Beweis der Erstliga-Tauglichkeit. Tor um Tor schraubten die Löwen das Ergebnis bis zum 32:24-Endstand hoch. Die Resultate aus den anderen Hallen jedoch nahmen den Spielern irgendwann jede positive Emotion. Was folgte, war der größte Gänsehaut-Moment, den ich jemals bei einem Sportereignis erlebt habe. Es kribbelt auch jetzt gerade, wenn ich über die minutenlangen stehenden Ovationen der rund 3000 Zuschauer in der Unihalle schreibe. Wie lange bloß hätten die Fans durchgehalten, wenn der Sieg den Klassenerhalt bedeutet hätte ?

(gra)
 
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