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Serie Mäuse, Moos Und Mehr (1)
Ein Fahrplan für das Taschengeld

Serie Mäuse, Moos Und Mehr (1): Ein Fahrplan für das Taschengeld
Beim Taschengeld gibt es meist keinen großen Spielraum. Wer schnell alles ausgibt, kann sich größere Anschaffungen nicht leisten. Ein Fahrplan, der Ziele festlegt, kann hilfreich sein. FOTO: gsm
Remscheid. Wie man das Geld zusammenhält und nach Möglichkeit vermehrt, müssen Kinder und Jugendliche lernen. In Kooperation mit der Stadtsparkasse Remscheid geben wir Tipps für junge Leute - rund ums Geldverdienen, zu Anlagen und zum Sparen. Von Michael Bosse

Remscheid In Deutschland leben laut dem aktuellen Schuldneratlas fast sieben Millionen Menschen, die überschuldet sind. Der richtige Umgang mit den Finanzen kann deshalb nicht früh genug geübt werden - gerade Kinder und Jugendliche sollten rechtzeitig den Umgang mit Geld lernen. Daher wollen die Bergische Morgenpost und die Stadtsparkasse Remscheid mit der Serie "Mäuse, Moos und Mehr" den Nachwuchs in Wirtschafts- und Finanzthemen fit machen. In zehn Artikeln wird der richtige Umgang mit den Finanzen erklärt, Experten der Stadtsparkasse geben Tipps und warnen vor "Schuldenfallen".

Der richtige Umgang mit Geld hat nach Angaben des Leiters der Sparkassengeschäftsstelle auf der Alleestraße, Axel Steinweger, in den Schulen in den vergangenen Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen. "In den Grundschulen wird das im Sachkundeunterricht vermittelt, in den weiterführenden Schulen werden Projekte zu dem Thema angeboten", sagt er.

Das Taschengeld ist in der Regel der erste Kontakt, den Kinder mit Geld haben. Um Mädchen und Jungen möglichst früh in die Feinheiten der Finanzkontrolle einzuführen, bietet die Stadtsparkasse für den Nachwuchs einen Taschengeldplaner an. Darin können Kinder und Jugendliche ihre Einnahmen und Ausgaben eintragen und ihre Finanzen regelmäßig kontrollieren. "Gerade Jugendliche müssen ja erst einmal lernen, den Überblick zu behalten. Da kann unser Planer eine wichtige Hilfe sein", betont Steinweger.

Zudem können sich die Familien bei der Stadtsparkasse mit einem "Fahrplan Taschengeld" versorgen. Darin werden Empfehlungen gegeben, nach welchen Regeln die wöchentlichen oder monatlichen Zuwendungen vergeben werden sollten. So wird unter anderem davor gewarnt, das Taschengeld als Erziehungsmittel einzusetzen. Wichtig für die Kinder sei es, das Taschengeld regelmäßig und fester Höhe zu erhalten. Zudem sollten die Eltern bei größeren Geldgeschenken mit ihren Kindern "sinnvolle Sparziele" definieren. Überdies enthält der Ratgeber einen Taschengeldrechner, mit dem Kinder und Jugendliche gemeinsam mit den Eltern den ihnen angemessenen "Tarif" errechnen können. So wird für Sechsjährige ein Taschengeld von 1 bis 1,50 pro Woche empfohlen. Zehnjährige sollten 15 bis 17,50 Euro im Monat erhalten. Bei 17-Jährigen sollte er nach Ansicht der Experten bei 45 bis 60 Euro pro Monat liegen.

Und weil bei Kindern, die wachsen, auch die Bedürfnisse schnell zulegen, rät die Sparkasse zu einem sogenannten Budgetgeld. Dabei werden zusätzlich zum Taschengeld monatlich bestimmte Summen für den Erwerb etwa von Kleidung bereit gestellt. "Dieses Geld kann dann zum Beispiel auf ein Girokonto für Jugendliche überwiesen werden", sagt Gina Richards, Vertriebsunterstützerin im Privatkundenbereich der Stadtsparkasse. Dort behielten die Eltern dann auch einen Überblick über die Finanzen - weil sie ebenfalls über das Konto verfügen können.

Quelle: RP
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