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Remscheid
Ein Tag im Zeichen der Pilze

Remscheid: Ein Tag im Zeichen der Pilze
Experte Jörg Liesendahl stellt bei der Wanderung die verschiedenen Pilzarten vor. Links im Bild ein nicht essbarer Flaschenstäubling, rechts der junge weiße Flaschenstäbling, der essbar ist. FOTO: jürgen moll
Remscheid. Über 240 Veranstaltungen in sieben Ländern bilden das Programm des ersten Europäischen Pilztags am 24. September - zwei davon in Remscheid. Experten führen Interessierte in die Welt von Pfifferling & Co ein. Von Anna Mazzalupi

Es gibt einen Tag nur für den Pilz - und zwar in diesem Jahr zum ersten Mal. Karin Montag von "Der Tintling, die Pilzzeitung" hat den ersten Europäischen Pilztag am 24. September anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Zeitung in diesem Jahr ins Leben gerufen. Über 240 Veranstaltungen in sieben Ländern sind dafür gemeldet - zwei davon finden in Remscheid statt.

Jörg Liesendahl, pädagogischer Leiter der Natur-Schule Grund, ist begeisterter Mykologe und wird am Sonntag, 25. September, Interessierte in die Welt der Pilze führen. Bei der Pilzwanderung werden allerdings keine Speisepilze für die Pfanne gesammelt, sondern viel mehr die verschiedenen Arten und Besonderheiten vorgestellt. "Im Bergischen Land sind rund 1000 der über 8000 Arten zu finden", erklärt der Biologe. Seit Mai beschäftigt sich der neugegründete Mykologische Arbeitskreis Bergisches Land mit Experten aus den nähren Regionen mit der Kartierung der Bergischen Pilzarten.

Von der Initiierung des Europäischen Pilztages war Liesendahl sofort angetan. "Das ist eine große Öffentlichkeitsarbeit für Pilze als Lebensform und dieser weitestgehend verkanten Gruppe", erklärt der Biologe. Viele Pilzsammler seien sich häufig auch der Gesetze für das Sammeln nicht bewusst. Im Naturschutzgebiet darf zum Beispiel nicht abseits der Wege gesammelt werden. Im Landschaftsschutzgebiet ist das jedoch möglich. Mehr als ein Kilo Pilze pro Tag darf man für den Privatgebrauch nicht mit nach Hause nehmen.

Auf dem Gebiet zwischen Grund, Grüne und Spelsberg wird Liesendahl am 25. September die Ökologie der Pilze näher erklären. Essbare Pilze im Bergischen wie Hallimasch, Pfifferlinge, Flaschenstäublinge, Röhrlinge wie die Marone oder der Steinpilz sowie der Lacktrichterling können dabei aber trotzdem entdeckt werden. Voraussetzung dafür ist jedoch feuchteres Wetter.

Zudem können Pilzfreunde auch bei solch einer Wanderung lernen, welche Pilze giftig sind und wo Verwechslungsgefahren mit den essbaren liegen. "Jeder Gang in den Wald führt dazu, dass man wieder mehr an Pilzen sieht", merkt Liesendahl an.

Quelle: RP
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