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Remscheid
Eine Dampfmaschine nur aus Papier

Remscheid: Eine Dampfmaschine nur aus Papier
Das knifflige Projekt ist Familiensache. Rolf Overhoff und Rosemarie Overhoff bastelten gestern zusammen mit den Enkelkinder Nils (10) und Till (8) eine Dampfmaschine aus Papier. FOTO: Jürgen Moll
Remscheid. Beim Entdecker-Workshop im Werkzeugmuseum bastelten Großeltern und Enkelkinder gestern gemeinsam. Von Cristina Segovia-Buendía

Das Werkzeugmuseum bot in diese Wocher einen spannenden Entdecker-Workshop für technikinteressierte Kinder und ihre Großeltern an. Während des zweitägigen Kurses drehte sich alles um die Dampfmaschine. Höhepunkt war der Bau einer funktionsfähigen Dampfmaschine aus Papier.

Konzentriert hockten gestern Vormittag elf Teilnehmer gedankenversunken über Schablonen, kleinen und größeren Papierbauteilen- Wenn am Ende alles sauber und ordentlich zusammengesetzt sein würde, sollten sie eine funktionstüchtige Dampfmaschine ergeben.

"Das ist ziemlich anspruchsvoll", sagte Museumspädagoge Markus Heip, der offensichtlich Spaß dabei hatte, seinen kleinen und großen Workshopteilnehmern beim Basteln und Tüfteln zuzuschauen und weiterzuhelfen, wenn es mal stockte.

Der Bausatz aus Papier besteht aus mehreren hundert Bauteilen. "Heute werden wir das nicht mehr fertig bekommen", war sich Heip sicher. "Aber davon sind wir auch nicht ausgegangen." Der Bau eines solchen Modells brauche Zeit. "Deswegen war der Workshop für Kinder mit Großeltern ausgeschrieben. Damit sie auch über den Kursus hinaus daran arbeiten können. Und für diejenigen, die mir als erste ihr funktionierendes Modell bringen, gibt es etwas zu gewinnen." Einen Bausatz für eine echte kleine Dampfmaschine aus Metall.

Einfach war die Bastelei nicht: "Das habt ihr falsch gemacht", sagte Nils Schiefke zu Bruder Till (8) und Oma Rosemarie Overhoff (73), während sich der Zehnjährige fachmännisch ein gezacktes Papierstück anschaute, das Oma und Till fertiggestellt hatten. "Ihr habt es falsch geknickt." Gemeinsam mit Opa Rolf Overhoff (74), saßen die Drei an einem Tisch, schnitten, knickten und klebten die kleinen Papierschablonen zurecht. "Wir haben hier manchmal ein paar Meinungsverschiedenheiten, aber ansonsten klappt das ganz gut", beschrieb Oma Overhoff amüsiert den Verlauf des Bastelvormittages. Opa Overhoff hatte die Familie, die in benachbarten Wuppertal lebt, zum Workshop im Museum am Hasten angemeldet: "Ich finde das Angebot sehr gut. Eigentlich wollten wir schon zum ersten Termin kommen, aber da war der Kurs bereits ausgebucht."

Trotz einiger Unstimmigkeiten über die Arbeitsweise im Team, hatten die Jungs viel Spaß mit ihren Großeltern beim Workshop, betonten sie. "Das Basteln gefällt mir besonders gut", sagte Till. Nils dagegen fand vor allem das Experimentieren mit Wasserdampf am Vortag spannend. "Um uns dem Thema anzunähern, haben wir am ersten Tag geschaut, was Wasserdampf alles kann", erklärte Heip. Experimente mit Wasser, Ballons und Hitze sorgten für Begeisterung.

Es war bereits das zweite Mal während der der diesjährigen Ferien, dass der Museumspädagoge diesen Workshop anbot. "Das Thema ist sehr gut angekommen", sagte Heip.

Quelle: RP
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