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Remscheid
Elf Bewerber wollen neue Kitas in Remscheid bauen

Remscheid. Remscheid wird kinderreicher, braucht dringend neue Kindertagesstätten und sucht dabei Unterstützung von Trägern. Elf Interessenten haben sich inzwischen bei der Stadt gemeldet, die Kita-Plätze einrichten wollen. Von Solveig Pudelski

Darunter sind örtliche Träger wie die Stiftung Tannenhof, die Elterninitiative Kraftsattion, die Initiative Jugendhilfe oder der Verein Zaunkönig Waldorf-Kita, aber auch auswärtige wie die Step Kids Education GmbH aus Berlin oder die gemeinnützige GmbH ISS - Mehrsprachige Kindertagesstätten. Diese große Resonanz hat die Stadt nach eigenen Angaben positiv überrascht.

Sie hatte ein sogenanntes Interessenbekundungsverfahren in ihrem Amtsblatt ausgeschrieben, um potenzielle Träger für neue Kitas zu finden. Da neue Kitas schon 2017/2018 in Betrieb gehen sollen, sei es der Idealfall, wenn die Bewerber auch ein Grundstück und möglichst einen Investor mit einbringen, was das gesamte Verfahren verkürzen würde. Denn Remscheid steht unter großem Zeitdruck.

Wie berichtet, fehlen 700 Kita-Plätze aufgrund der steigenden Geburtenrate und des massiven Zuzugs von Flüchtlingen sowie EU-Bürgern aus Osteuropa. Allein für das neue Kita-Jahr, das am 1. August beginnt, mangelt es an 256 Plätzen, 131 für Kinder unter drei Jahren, 125 Plätze für Kinder ab drei Jahre. Folglich wurden bereits Kinder abgewiesen. Da die Eltern aber einen Rechtsanspruch auf einen Platz in der Kinderbetreuung haben, muss die Kommune schnell handeln.

Ebenso überraschend wie die Anzahl der Bewerber war, dass sieben Bewerber ein Grundstück oder einen Investor oder sogar beides konkret benannt haben. Außerdem haben zwei Institutionen und Firmen ein Grundstück angeboten. Auch das Jugendamt begibt sich auf Grundstückssuche. Parallel führt es jetzt nach und nach Gespräche mit den Bewerbern.

Dezernent Thomas Neuhaus sagte in der Sitzung des Jugendhilfeausschusses: "700 Kita-Plätze einzurichten, ist ein Großprojekt." Angesichts der Dimension dieser neuen Aufgabe, forderten die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses eine neue Stelle im Jugendamt. So fasste das Gremium am Ende einstimmig den Beschluss, der Stadtrat möge die Einrichtung einer Koordinatorenstelle beschließen. Thea Jüttner (CDU) appellierte: "Es muss der Politik und Verwaltungsspitze klar gemacht werden, dass es hier darum geht, einen gesetzlichen Auftrag zu erfüllen." Neuhaus versprach, diesen Auftrag mitzunehmen. Er betonte aber gleichzeitig, dass der Verwaltungsvorstand auch den politischen Auftrag umsetzen muss, den Stellenabbau in der Verwaltung voranzutreiben.

Quelle: RP
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