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Remscheid
EMA hofft auf Zuschlag für Hallenneubau

Remscheid. Während Kollegium und Schülerschaft des Röntgen-Gymnasiums derzeit den Bau der neuen Dreifachsporthalle neben dem Atriumgebäude mitverfolgen, herrscht im Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiumgespannte Erwartung: Wie wird das Ergebnis der Standortanalyse zur Dreifach-Sporthalle in der Innenstadt ausgehen? Nach Auffassung von EMA-Direktor Hans Heinz Schumacher sprechen gleich mehrere gewichtige Punkte dafür, dass die Halle auf dem Gelände seiner Schule errichtet wird. Von Solveig Pudelski

Schumacher erhofft sich, dass das Grundstück hinter dem EMA-Gebäude, das zum Schulareal gehört, beim Standortvergleich viele Pluspunkte einheimst. So zählten dazu auf Schulebene zum einen die schulischen Erfolge im Spitzensport und das Engagement der EMA im Breitensport, zum anderen die Tatsache, dass das Gymnasium eine sportbetonte Schule ist und daher einen entsprechenden Bedarf an Hallenstunden hat.

"Über die Hälfte der Stadtmeistertitel heimste unsere Schule ein. Da sind wir spitze", sagt Schumacher. Und als passionierter Läufer fügt er gleich hinzu, dass EMA-Schüler überdurchschnittlich stark beim City-Lauf und beim Röntgen-Marathon vertreten sind. Auf der jüngsten Erfolgsliste im Spitzensport steht die Schwimmmannschaft, die beim Bundesfinale "Jugend trainiert für Olympia" auf Platz 10 kam, sowie die Triathleten, die sich Platz zwei in NRW erkämpften.

Ein wenig neidisch schielt Schumacher nicht nur aufs RöGy, sondern auch auf die Sportschule Solingen: Sie verfügt über zehneinhalb Halleneinheiten, die EMA muss sich mit anderthalb begnügen.

Darüber hinaus biete das Schulgelände, das mitten in der City liegt und über beste Busanbindung verfügt, ausreichend Platz für einen Neubau, wirbt Schumacher. Dieser könnte den dringend benötigten Schulraum umfassen. "Wir sind als Schule für individuelle Förderung ausgezeichnet worden, aber uns fehlt Platz", stellt der Direktor fest. Um 30 bis 40 Prozent müsste das Gymnasium angesichts der Schülerzahl räumlich ausgedehnt werden. Schumacher ist sich bewusst, dass auch die Albert-Einstein-Gesamtschule eine neue Halle benötigt: "Es wäre schön, wenn beides realisiert werden könnte." Und vielleicht gelinge es auch, die Dreifachsporthalle als eine Mehrzweckhalle zu konzipieren, in der große Feste wie Abi-Bälle Platz fänden. Bekanntermaßen weichen Remscheider Schulen auf Nachbarstädte aus, wenn sie in einem größeren Rahmen feiern möchten.

Quelle: RP
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