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Remscheid
EMA ist offiziell eine "gesunde Schule"

Remscheid: EMA ist offiziell eine "gesunde Schule"
Auf dem frisch eingeweihten Schulhof des EMA können Schüler auch Basketball spielen. Das Gymnasium heißt jetzt "Gute gesunde Schule". FOTO: Schütz
Remscheid. Das Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium wurde mit 14.500 Euro für das Bemühen um Gesundheit prämiert. Von Wolfgang Weitzdörfer

Gesundheit wird an der EMA, wie das Remscheider Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium liebevoll genannt wird, großgeschrieben. Und das auch ganz offiziell: Ende September wurde das Gymnasium als eine von 44 Schulen in Nordrhein-Westfalen mit dem Schulentwicklungspreis "Gute gesunde Schule" der Unfallkasse NRW ausgezeichnet. Die Urkunde und den Preis übergab NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) bei einem Festakt in der Wuppertaler Stadthalle. Neben der EMA wurde auch die Friedrich-Naumann-Schule ausgezeichnet. Am Wettbewerb hatten insgesamt mehr als 200 Schulen teilgenommen.

"Die Auszeichnung zeigt, dass unser Arbeitskreis für eine gesunde Schule gute Arbeit leistet", sagt der stellvertretende Schulleiter Olaf Wiegand. Den Arbeitskreis gibt es bereits seit vier Jahren, darin überlegen Schülervertreter ab der Jahrgangsstufe neun gemeinsam und gleichberechtigt mit Lehrern und Eltern, wie die eigene Schule ein möglichst gesunder Ort für all jene sein kann, die eine erhebliche Zeit in ihr verbringen. "Wir versuchen im Arbeitskreis einen salutogenetischen Ansatz umzusetzen", erläutert Lehrerin Georgia Erdmann-Küpper. Das bedeutet, dass die Gesundheitsförderung im Vordergrund steht. So werde etwa besonders auf das psychische Wohlbefinden geachtet, sowohl von Lehrern als auch Schülern. "Arbeiten und Pausen sollen in einem vernünftigen Verhältnis stehen, dazu müssen Angebote vorhanden sein, die die Regeneration in den Pausen möglich machen", sagt Wiegand und spielt damit vor allem auf die gestiegenen Belastungen durch das Turbo-Abi G 8 an.

Um das Siegel "Gute gesunde Schule" zu bekommen, musste das Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium offenlegen, inwieweit es auf die Gesundheit von Schülern und Lehrern achtet. "Die Gewinnerschulen wurden in einem dreistufigen System ermittelt: Erst gab es einen Multiple-Choice-Test, dann mussten wir sämtliche Nachweise und Belege von Maßnahmen zur Gesundheitsförderung einreichen. Und zuletzt hat die Jury alle Gegebenheiten im Rahmen einer Ortsbegehung überprüft", sagt Wiegand weiter.

Der Preis selbst besteht nun nicht nur aus dem Siegel, das sich die Schule anheften darf. Abhängig von der Schülerzahl werden auch bis zu 15.000 Euro Preisgeld vergeben. "Wir liegen mit rund 14.500 Euro knapp unter diesem Limit", sagt Wiegand. Das Geld ist nicht zweckgebunden und verfällt nicht. Derzeit werden Ideen gesammelt, wie der Preis am besten angelegt werden kann. "Eine Idee ist etwa, im Pausenhof Sitzgelegenheiten anzulegen. Das geht in Richtung eines Freiluftklassenzimmers. Noch ist aber nichts spruchreif - und letztlich entscheidet darüber dann die Schulkonferenz", sagt Wiegand.

Quelle: RP
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