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Remscheid
Entdeckungstour in der Natur-Schule

Remscheid: Entdeckungstour in der Natur-Schule
Mit Lupe und Becherlupe machten sich die Naturkundler auf die Suche nach Insekten, etwa an Nachtkerzen. FOTO: jürgen moll
Remscheid. Mit einem Diplom-Biologen suchten zehn junge Naturkundler nach kleinen wirbellosen Tieren. Von Cristina Segovia-Buendía

Auf Entdeckungstour durch die Natur ging es jetzt für zehn aufgeweckte kleine Naturkundler in der Natur-Schule Grund. Diplom-Biologe Jörg Liesendahl führte seine neugierigen Abenteurer zwischen sechs und neun Jahren in die Welt der wirbellosen Tiere ein.

Gut ausgerüstet mit Regenjacke und wasserfestem Schuhwerk stapften die kleinen Füßchen der Naturkundler durch den Garten der Naturschule: Nach einer kurzen Einführung und der Klärung, was überhaupt wirbellose Tiere sind, zogen die Kinder, ausgestattet mit Lupen und Becherlupen, los, um einige der Exemplare einzufangen. "Was riecht denn hier so?", fragte Linus (9), während er durch ein Beet tappte. "Ja, nach was riecht es denn?", fragte Liesendahl zurück. "So zitronig", beschrieb Linus. "Das wird wohl unsere Zitronenmelisse sein", erklärte der Biologe, als schon der nächste rief: "Guck mal da: Eine Motte." Der siebenjährige Julian zeigte auf die Blätter der Nachtkerze, wo sich ein fliegendes Etwas niedergelassen hatte. Nach einem geschulten Blick des Biologen, der an dieser Aussage seine berechtigten Zweifel hatte, sagte er amüsiert: "Eine Motte kannst du gar nicht gesehen haben, die erscheinen dir nur in der Dunkelheit." Was Julius gesichtet hatte, war ein kleiner Schmetterling, den Liesendahl mit einem Kescher einfing und, zumindest für diesen Vormittag, in Julius' Becherlupe umsiedelte.

Joyce (7) hatte derweil weiter unten im Beet, zwischen Lavendelbüschel ein weiteres Tierchen gefunden. "Eine Nacktschnecke", sagte sie sicher und packte mutig zu. Auch die Schnecke wurde eingesammelt, so wie eine Hummel, eine Biene, einige Fliegen, eine Zikade und sogar ein kleiner Grashüpfer, die allesamt zur Untersuchung in Becherlupen landeten. Liesendahl zauberte aus einem Hochbeet dann noch eine große Weinbergschnecke hervor und nahm sie auch gleich mit.

Zurück in der Schule wurden Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Tierchen besprochen. Jeder, der wollte, durfte einmal die Weinbergschnecke auf der Hand halten. "Die ist ja gar nicht so glitschig", sagte Julius. Und Joyce bemerkte: "Schau mal, die hat ja Streifen auf dem Körper. Ich wusste ja gar nicht, dass es so große Schnecken gibt." Die Kinder hatten offensichtlich viel Spaß mit den Tierchen und erfuhren von Jörg Liesendahl nebenbei noch allerhand interessanter Details über die kleinen Lebewesen.

Heute geht die Expedition von 10 bis 13 Uhr weiter und für Donnerstag sind sogar noch einige Plätze frei. Interessierte können sich noch anmelden - telefonisch unter der Rufnummer 02191 840734. Die Teilnahme an der Ferienaktion kostet acht Euro.

Quelle: RP
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