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Serie "was Wurde Aus . . .?"
Erfahrungen prägen fürs Berufsleben

Serie "was Wurde Aus . . .?": Erfahrungen prägen fürs Berufsleben
2009: Tom Becker als 17-Jähriger beim Besuch des südafrikanischen Professors Denis Goldberg im EMA-Gymnasium. FOTO: Hertgen Nico
Remscheid. Für diese Serie haben wir mit ehemaligen Mitgliedern des Jugendrates Kontakt aufgenommen, um zu erfahren, was die jungen Menschen heute tun. Den Auftakt der Reihe bildet Tom Becker, der von 2008 bis 2012 im Jugendrat aktiv war. Von Cristina Segovia-Buendia

Tom Becker vertrat zwischen 2008 und 2012, im dritten und vierten Jugendrat, die Belange der Jugendlichen in Remscheid. In seiner zweiten Amtszeit wurde er zudem zum Vorsitzenden gewählt und gab dem Gremium seiner Zeit ein Gesicht. 2012 legte der heute 24-Jährige sein Amt vorzeitig nieder, um eine Ausbildung als Englischlehrer in China zu absolvieren.

"Dafür muss man zunächst einen Kurs (der war für mich an der Beijing University of Post and Telecommunications) und dann ein Praktikum (für mich an der Chengdu Garden International Primary School) absolvieren", berichtet Becker. Nach seinem Praktikum nahm er das Angebot des Rektors an, ein weiteres Jahr an der Schule zu unterrichten. "Danach habe ich mich für einen Chinesisch-Intensivkurs an der Southwestern University of Finance and Economics in Chengdu eingeschrieben und bin seit Oktober 2014 an der Universität Münster und studiere hier Ökonomik und Chinastudien im Zwei-Fach Bachelor."

Seine Zeit im Jugendrat, sagt Becker rückblickend, habe ihn sehr stark geprägt: "Ich habe gelernt, mich für Dinge einzusetzen, die mich in meiner Stadt oder meinem Umfeld nerven und auch viel über die politischen Strukturen in einer Kommune. Als Vorsitzender habe ich auch gelernt, Sitzungen zu leiten und den Jugendrat gegenüber Politik und Verwaltung zu vertreten." Bis heute pflegt Becker Kontakt zu ehemaligen Ratsmitgliedern, Freundschaften, die er damals knüpfte: Und er verfolgt immer mal wieder die Aktivitäten seiner Nachfolger - "über die Website oder über Erzählungen seitens der Geschäftsleitung."

Seine Erfahrungen im Jugendrat, sagt der 24-jährige Student haben ihn auch beruflich geprägt: "Ich habe im Jugendrat viel gelernt und bereits eigene Projekte geplant und durchgesetzt." Aus seiner Amtszeit dürfte als prägnantestes Beispiel die Einrichtung des Kräwi-Busses in Erinnerung geblieben sein. Eine Idee, die Becker gemeinsam mit seinen Ratskollegen des vierten Jugendrates bei den Stadtwerken anstieß. "Natürlich ist da der Bus. Aber ich glaube auch, dass viele unserer politischen Positionen bis heute noch Auswirkung haben. Zum Beispiel der offene Brief an die damalige Oberbürgermeisterin Beate Wilding anlässlich der Maßnahmen-Sammlung zum Schuldenabbau."

Im Jugendrat wagte Becker seine ersten Schritte in die Politik, und er ist über sein Amt in Remscheids jüngstem Gremium hinaus politisch aktiv geblieben. "Ich mache zurzeit viel Hochschulpolitik. So war ich in 2015 und 2016 im Allgemeinen Studierenden Ausschuss (AStA). In diesem Jahr gehörte ich dem Zentralen Wahlausschuss an, der die Wahlen für die Hochschulpolitik an der Uni plant, durchführt und kontrolliert."

Für Becker ist seine Heimatstadt nach wie vor "eine schöne Stadt. Ich freue mich immer, wenn ich Kommilitonen dazu bewegen kann, mal nach Remscheid zu kommen".

Quelle: RP
 
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