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Remscheid
Erfolgreiche Vortragsreihe seit 20 Jahren

Remscheid. Die September-Gespräche schärfen seit zwei Jahrzehnten den Blick auf Gott und die Welt.

Mit großer Zufriedenheit blickt die Katholische Kirche in Remscheid auf 20 Jahre Septembergespräche zurück. "Dass eine Veranstaltungsreihe, die sich mit Gott und der Welt beschäftigt, so lange erfolgreich läuft, ist ein Anlass zu feiern", sagte Dr. Erwin Bürgel, Vorsitzender des Remscheider Katholikenrats, bei einem Empfang am Mittwochabend.

In verschiedenen Interviews mit den jeweiligen Protagonisten ließ er die Septembergespräche von ihren Anfängen bis heute Revue passieren. Allen voran wurde dazu Dr. Peter Schmedding begrüßt, der als früherer Ortspfarrer in Lennep und späterer Stadtdechant die Reihe ins Leben gerufen und während seiner Dienstzeit aktiv begleitet hatte.

"Wir müssen etwas für Remscheid tun", sei damals sein Credo gewesen. Auf Ebene des Bistums Köln sei das Dekanat Remscheid zwar durch seine Sozialen Dienste, den Caritasverband und die Schwangerschaftskonfliktberatung aufgefallen. "Eine bekannte Größe waren wir aber nicht", erinnerte sich Schmedding. Die Septembergespräche hätten dazu beigetragen, bei kirchennahen und -fernen Menschen Interesse zu wecken und sich in Wissenschaftskreisen einen Namen zu machen.

Im Laufe der Zeit kamen alljährlich hochkarätige Referenten nach Remscheid, um hier an drei aufeinanderfolgenden Vortragsabenden jeweils ein theologisches, ein spirituelles und auch ein gesellschaftliches Thema zu beleuchten. Schmedding rief die Referate zum Thema Erziehung ins Gedächtnis, wo der Minoritensaal in der Lenneper Klosterkirche die interessierten jungen Eltern kaum fassen konnte.

Genauso gab es Septembergespräche mit Ordensleuten, die das Publikum sichtlich in ihren Bann zogen. Selbst ehemalige Priester wurden eingeladen, die gemeinhin von der Kirchenführung in Köln nicht gerne bei derlei Veranstaltungen gesehen wurden. "Es war gut, dass wir diesen engen Rahmen sprengen konnten", ist der Theologe bis heute überzeugt. Ganz bewusst wählte man als neutralen Ort die Klosterkirche aus. "Zu den Septembergesprächen kamen Leute, die eine solche Reihe in einem Gemeindehaus nie besucht hätten." Wichtig war die enge Zusammenarbeit mit dem Katholischen Bildungswerk Wuppertal/Solingen/Remscheid, das die Verpflichtung der Referenten unterstützte. Auch die jeweiligen Leiter riefen verschiedene Highlights ins Gedächtnis. "Wir versprechen Ihnen, wir machen weiter", wandte sich Stadtdechant Monsignore Thomas Kaster an die Gäste. So wird in diesem Jahr die Reihe am 12., 21. und 27. September jeweils um 20 Uhr in der Klosterkirche fortgesetzt. Unter anderem geht es um die Probleme religiös motivierter Gewalt und um die Verletzung der Religionsfreiheit weltweit. Beim zweiten Vortragsabend wird Dominikanerin Scholastika Jurt, die in Remscheid ihre pastorale Ausbildung absolvierte, über die Einheit von Leib und Seele sprechen.

(bona)
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