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Interview Ralf Wieber (ISG)
"Es gibt erste Effekte für die Alleestraße"

Interview Ralf Wieber (ISG): "Es gibt erste Effekte für die Alleestraße"
ISG-Geschäftsführer Ralf Wieber beim Interview in der BM-Redaktion. FOTO: HN
Remscheid. Die Remscheider Innenstadt soll attraktiver werden. Wie ist die aktuelle Situation? ISG-Geschäftsführer Ralf Wieber sieht den Start der Revitalisierungs-Initiative für die Innenstadt durchweg positiv.

Herr Wieber, wie hat Ihnen die Auftaktveranstaltung der Stadt zur Revitalisierung der Innenstadt gefallen?

Wieber Es war wichtig, dass das Thema noch einmal angestoßen wird. Es waren andere Personen da als beim letzten Treffen dieser Art vor zwei Jahren. So kommen neue Leute ins Boot. Was mich beeindruckt hat, waren die Skizzen des Architekten. Da konnte man eine konkrete Vorstellung bekommen, was möglich ist. Mit dem Büro "Stadt und Handel" haben wir als Immobilien- und Standortgemeinschaft Alleestraße (ISG) jetzt einen Partner an der Seite, der viel Kompetenz mitbringt.

Aber die Ist-Situation ist den Remscheidern doch eigentlich bekannt, Muss man da noch mal ganz von vorne anfangen?

Wieber Es ist kein Schritt zurück, sondern noch mal eine Sensibilisierung für das Thema Innenstadt. Vor dem Hintergrund, dass wir Fördergelder im Land in zweistelliger Millionenhöhe bekommen, ist diesmal die Situation auch eine ganz andere als in früheren Workshops.

Sind diese Fördergelder denn nicht zum Teil schon gebunden an bestimmte Projekte?

Wieber Nach meinen Informationen hat die Umgestaltung des Ebert-Platzes ein Volumen von 2,5 Millionen Euro, Da bleibt ja noch viel Geld für die Revitalisierung der Allee. Aber dabei soll es ja auch nicht bleiben. Wichtig ist jetzt, dass die Immobilienbesitzer auf der Alleestraße mit einsteigen. Für sie gibt es spezielle Förderprogramme, zu denen die Experten vor Ort beraten können.

Der Architekt Bernd Strey sprach am Ende des Workshop von einer "Aufbruchstimmung" in Remscheid. Spüren Sie die auch?

Wieber Es ist gut, dass wir als ISG jetzt einen Partner haben. Das Büro Stadt und Handel wird uns für die nächsten dreieinhalb Jahre begleiten. Und es gibt erste Effekte. Ein Immobilienbesitzer an der unteren Alleestraße, Jochen Rohr, ist nach der Veranstaltung bereits mit dem Büro in Kontakt getreten. So muss das weitergehen. Wenn "Stadt und Handel" im Mai das Büro am Markt bezieht und die Mitarbeiter zehn Tage im Monat in Remscheid sind, werden die Wege noch einfacher. Ich werde als Geschäftsführer der ISG die Immobilienbesitzer auf diese Beratungsmöglichkeit hinweisen. Wir haben mit dem Büro jetzt Kompetenz an unserer Seite, die Gold wert ist. Umgekehrt profitiert das Büro von den Kontakten der ISG vor Ort.

Eine zentrale Botschaft des Abend im Vaßbendersaal war, dass die Allee aufgeräumt werden muss, dass sie einen klaren Gestaltungsleitfaden braucht. Sehen Sie das auch so?

Wieber Damit laufen sie bei mir offene Türen ein. Wir sind auf einer Wellenlänge, bei dem was wir haben wollen.

Bei einem Workshop der ISG kam im vergangenen Jahr heraus, dass die Anlieger die Alleestraße auch stark als Wohnstandort sehen und sich eine bessere Nahversorgung wünschen. Sehen das die neuen Mitstreiter genauso?

Wieber Natürlich. Aus den Gesprächen, die wir bislang geführt haben, weiß ich, dass auch Stadt und Handel hier einen Schwerpunkt bei der Entwicklung der unteren Alleestraße erkennt. Das ist der Problembereich. Aber auch im oberen Bereich gibt es Ansätze. Der Architekt hat ja auch Ideen für die Umgestaltung des Rathausplatzes präsentiert. Leider war Leo Schönhals (Anmerkung der Redaktion: Schönhals ist Immobilienbesitzer auf der Alleestraße) nicht bei der Veranstaltung. Wir werden ihn nun ansprechen, um zu erfahren, wie weit er mit seinen Plänen für die untere Alleestraße ist.

Was ist der nächste wichtige Termin bei dem Thema?

Wieber Wir haben besprochen, dass wir uns wieder zusammensetzen, wenn das Büro am Markt eröffnet hat. Dann wollen wir Immobilienbesitzer einladen und gemeinsame beraten, wie wir mit den Leerständen auf der Allee umgehen. Es gibt da Ideen und Konzepte, die allerdings Geld kosten. Da muss zunächst geklärt werden, wer es bezahlt. Ich möchte den Immobilienbesitzern etwas an die Hand geben, wie sie mit Leerständen umgehen können. Momentan geben die meisten das an einen Makler, der gar nicht vor Ort ist.

HENNING RÖSER FÜHRTE DAS GESPRÄCH

Quelle: RP
 
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