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Remscheid
EWR baut und betreibt Blockheizwerk für Kukko

Remscheid. Stadttochter liefert Container-Heizzentrale.

Der Remscheider Energieversorger EWR arbeitet als Dienstleister eng mit der regionalen Industrie zusammen und unterstützt sie bei der Energieversorgung. Für die Hildener Firma Kukko, die bis vor wenigen Jahren noch in Remscheid angesiedelt war, hat die Stadttochter EWR jetzt ein Energieversorgungssystem mit Blockheizkraftwerk geplant, gebaut und schlüsselfertig installiert. Die neue Container-Heizzentrale ging vergangene Woche in Betrieb.

"Wir wollten die Energieversorgung unseres Unternehmens umfassend modernisieren und diese langfristig absichern. Gemeinsam mit den Energiespezialisten der EWR haben wir eine für unser Unternehmen pfiffige Lösung mit vielen Vorteilen erarbeitet", sagt Michael Kleinbongartz, Geschäftsführer der Firma Kukko zur Zielsetzung des Projektes. "Diese Lösung ist nicht auf dem Reißbrett entstanden, sondern wurde gemeinsam mit der Geschäftsführung und der technischen Betriebsleitung vor Ort Stück für Stück erarbeitet", sagt Stefan Kuchner, Projektleiter bei der EWR GmbH.

Die Ausgangslage: Drei alte Heizzentralen in verschiedenen Gebäudeteilen versorgten sowohl die unternehmenseigenen als auch vermieteten Bereiche. Entsprechend hoch waren bisher auch die Wartungs-, Reparatur- und Instandhaltungskosten für die Zentralen.

"Nachdem unterschiedliche Varianten miteinander verglichen wurden, fiel letztlich die Entscheidung für eine Kombination von einer zentralen Lösung mit integrierter Stromproduktion durch eine hochmoderne Kraft-Wärme-Kopplung", berichtet Stefan Kuchner. Konkret werden die bisher dezentral versorgten Bereiche über eine Containerlösung zentral versorgt und leitungstechnisch neu eingebunden. Der Container beherbergt neben modernster Brennwerttechnik ein Blockheizkraftwerk sowie die komplette Mess-, Steuer- und Regeltechnik zur Energieoptimierung. Der Container wurde als anschlussfertiges Modul nach Hilden geliefert und konnte innerhalb kürzester Zeit seine Arbeit aufnehmen.

Die Werkzeugfabrik Kukko in Hilden ist ein unabhängiges, inhaber-geführtes Familienunternehmen in der vierten Generation und gehört zu den weltweit führenden Produzenten von Abziehwerkzeugen aller Art.

"Innovative Technik und EWR-Contracting schaffen Vorteile", sagt EWR-Chef Prof. Thomas Hoffmann. Die Ziele dieser Energieeffizienzverbesserung sieht er in günstiger Eigenstromproduktion, effizienter Regelungstechnik und hohe Nutzungsgrade. Sie ermöglichten eine Energieeinsparung bis zu 20 Prozent. Die CO2-Einsparung entspreche einem jährlichen Speicheräquivalent von mehr als 10.000 Bäumen. Die Optimierung der Energieversorgung und Betriebskosten komme Kukko und den Mietern zugute. Zudem ergebe sich mehr Nutzfläche für die nicht mehr benötigten Heizungsräume.

(bu)
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