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Remscheid
Falsche Rechnungen für Telefonsexdienste

Remscheid. Verbraucherzentrale Remscheid warnt vor neuer Betrugsmasche, die bei Ehepaaren auch zu Streit führt. Von Anna Mazzalupi

Betrüger lassen sich immer wieder neue Maschen einfallen, um an Geld zu kommen. Das sorgte in jüngster Vergangenheit vor allem bei vielen Ehepaaren für Streit.

Der Grund: Mahnungen von über 1000 Euro für angebliche Telefonsexdienstleistungen. Die Opfer bleiben bis zum Mahnschreiben vom Inkassobüro ahnungslos.

"Der Betroffene erhält einen Anruf mit einer ganz normalen Nummer. Sie denken sich nichts dabei und rufen die Nummer zurück. Am anderen Ende hören sie ein Stöhnen und legen dann irritiert wieder auf", erklärt die Leiterin der Remscheider Verbraucherzentrale, Lydia Schwertner, wie der Trick funktioniert. Erst viel später, wenn der Verbraucher gar nicht mehr an den merkwürdigen Anruf denkt, erhält er die Post mit der Zahlungsaufforderung für den Telefonsexdienst auf einer der Britischen Jungferninseln - entweder für eine einmalige Nutzung oder für den Abschluss eines Abos.

Wer eine solche Mahnung erhält, sollte diese allerdings nicht auf die leichte Schulter nehmen. Treibt nämlich ein in Deutschland zugelassenes Inkassobüro die Forderungen ein, riskiert der Betroffene einen Schufa-Eintrag. Deshalb sollte man den Forderungen vorsorglich widersprechen, rät Lydia Schwertner.

Die Verbraucherzentrale Remscheid setzt sich dafür ein, dass diese Nummern von der Bundesnetzagentur abgeschaltet werden - insofern herausgefunden werden kann, um welche Nummer es sich handelt. Allerdings gibt es immer wieder neue Nummern.

Quelle: RP
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