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Remscheid
Familienausflug auf zwei Rädern

Remscheid: Familienausflug auf zwei Rädern
Schultaxi auf drei Rädern - ausgefallene Gefährte wie dieses waren ebenso beim Tassenfest zu sehen. FOTO: Nico Hertgen
Remscheid. Das Bergische Trassen-Treffen brachte am Sonntag viele Menschen in der Region auf die Räder. Egal ob mit dem Drahtesel, auf Inlinern oder mit dem City-Roller - auf dem bergischen Panoramaradweg war im Gedränge Vorsicht angesagt. Von Stefanie Bona

Im Gegensatz zu den Vorjahren - als das Trassenfest auch eine Stempelstation am Lenneper Bahnhof bot - konzentrierte sich Remscheid mit Info- und Verpflegungsständen diesmal alleine auf Bergisch Born. "In Lennep haben wir im letzten Jahr sehr großen Aufwand betrieben. Diesmal haben wir uns bewusst für einen Standort direkt auf der Trasse entschieden", sagte Andreas Meike vom Remscheider Stadtmarketing. Allerdings war auch zu hören, dass sich die Lenneper Vereine neben der Reihe "Lenneper Sommer" nicht noch die Beteiligung an einer weiteren Veranstaltung aufbürden wollten. So legten viele Radler und Wanderer am Knotenpunkt der Trassen von Lennep, Hückeswagen und Wermelskirchen gerne eine Pause ein, um sich mit Getränken oder dem Traditionsgebäck, den Original Borner Krammetsvögeln, zu stärken.

Über optimales Ausflugswetter freuten sich nicht zuletzt die Aktiven der Interessengemeinschaft Bergisch Borner Bürger, die in der Vergangenheit mehrfach bei derlei Trassenfesten nass wurden. Unabhängig von besonderen Veranstaltungen habe der Radweg dem Ortsteil viel zusätzliche Frequenz gebracht, berichtete Vereinsvorsitzende Claudia Reichert-Weber der BM. "Gerade die Borner Gastronomie kann bei vielen Radfahrern auf sich aufmerksam machen."

Trassentreffen in acht Städten entlang der Balkantrasse FOTO: Nico Hertgen

Vor der sportlichen Aktivität, nämlich die Trasse kilometerweit zu befahren und dabei Stempel für die Teilnahme an einem Gewinnspiel zu sammeln, schreckten viele Radfahrer nicht zurück. Vier Stempel hatte ein Ehepaar aus Marienheide auf dem Weg über Wipperfürth, Hückeswagen und Bergisch Born gesammelt und dabei 25 Kilometer zurückgelegt. "Jetzt ist aber Schluss, schließlich müssen wir auch noch zurück", sagten die Senioren lachend und wiesen ausdrücklich darauf hin, dass sie ja mit ganz "normalen" Rädern und nicht auf den komfortablen E-Bikes unterwegs seien. "Gut auf den Weg gebracht" lautete das mit deutlichen Lettern plakatierte Motto auf der mit Blumengirlanden geschmückten Rikscha der Rudolf-Steiner-Schule in Bergisch Born. Dieser umweltfreundliche Shuttleservice brachte die Besucher bequem von den Ständen der Schule zu den anderen aufgestellten Pavillons, wo unter anderem die Polizei versuchte, die Radfahrer vom Nutzen des Fahrradhelms zu überzeugen.

Auch Dirk Hilger, der zum achtköpfigen Fahrrad-Streifendienst der Remscheider Polizei gehört, schaute hier nach dem Rechten. "Die Leute freuen sich, uns hier auf der Trasse zu sehen", sagte der Polizeihauptkommissar. Was ihm bei seinen ersten Fahrten entlang der früheren Bahntrasse schon zugetragen wurde, waren Klagen über mangelnde Rücksichtnahme. Dafür will er bei seinen Trassenfahrten werben. "Auch als Fahrradfahrer muss man auf die schwächeren Verkehrsteilnehmer achten", betonte der Beamte.

Quelle: RP
 
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