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Remscheid
Fare bringt Werbung auf den Schirm mit allen Finessen

Remscheid. Der Remscheider Schirmhersteller wird 60 Jahre alt. Das Unternehmen lässt in China produzieren und beschäftigt 40 Mitarbeiter. Von Stefanie Bona

In Lüttringhausen ist einer der nach eigener Aussage führenden europäischen Schirmspezialisten beheimatet. In diesem Jahr wird das Fare Schirmwerk 60 Jahre alt und wartet mit einigen Innovationen auf.

"Es gab immer wieder die Frage: Wenn ein Schirm auf Knopfdruck aufgeht, müsste er doch eigentlich genauso wieder zugehen", erzählt Geschäftsführer Volker Griesel. Also hat sich das Unternehmen Gedanken gemacht und konnte bei seiner Jubiläumsfeier eben genau einen solchen präsentieren. Möglich macht das ein im Griff eingebautes, spritzwassergeschütztes und mit einem Akku ausgestattetes Elektronikmodul, das an der Steckdose wieder aufgeladen werden kann. "Wir sind gefordert, in jedem Jahr etwas Neues auf den Markt zu bringen", betont Griesel.

Den Grundstein für den Erfolg legte Firmengründer Günther Fassbender im Jahr 1955 mit einem reinen Exportgeschäft. "Fassbender Remscheid" - kurz Fare - lieferte unter anderem Werkzeuge der heimischen Industrie in die ganze Welt.

Ein Jahr nach Geschäftsgründung trat Volker Griesels Vater Gerhard ins Geschäft ein und lernte auf einer Reise nach Fernost einen Japaner kennen, der Schirmteile herstellte. Also wurde eine Importschiene aufgebaut, und der Einstieg in dieses Geschäftsfeld war erfolgreich getan. Fare beliefert allerdings in der Regel nicht den Fachhandel. Werbemittelgroßhändler sind es, die die Produkte und den komplexen Service der Betriebs zu schätzen wissen. Das Angebot reicht hier von der Lagerung der Artikel bis hin zum Aufdruck des Firmenlogos und personalisierter Etiketten. Damit können Unternehmen beispielsweise bei einer Produkteinführung ihren Kunden einen Schirm mit dem jeweiligen Namen schenken.

Volker Griesel ist überzeugt: "Auch Werbeartikel müssen originell sein und eine gute Qualität haben. Nur dann hinterlassen sie eine positive und nachhaltige Wirkung zum Unternehmen, dessen Logo das Produkt trägt." Also gibt Fare Design und Technik den Produzenten in China vor. "Wir sind kein Importeur von der Stange. Unsere Stärke sind technische Finessen", hebt er hervor.

Dazu zählt Fare auf seine 40 Mitarbeiter, davon zum großen Teil langjährige Beschäftigte mit großem Know-how und Erfahrung in der Branche. China als Produktionsstandort sei derzeit wegen seiner günstigen Lohnkosten alternativlos, weil ein Schirm eben weitgehend Handarbeit sei. Alle Werke, mit denen man zusammenarbeite, unterlägen sozialen Audits. Die gute Entwicklung, mit der neue Arbeitsplätze einhergehen sollen, kann fortgeschrieben werden.

Dazu hat die Geschäftsleitung vorausschauend am Firmensitz Stursberg II für Platzreserven gesorgt. Das Nachbargrundstück wurde gekauft, dort stehen 5000 Quadratmeter für eine Erweiterung zur Verfügung.

Quelle: RP
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