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Remscheid
Feuerwehr legt Hand an für neue Wache

Remscheid. Die Freiwilligen aus Lüttringhausen bereiteten das Gelände in der Nähe der JVA für die Bebauung vor. Start noch 2015. Von Stefanie Bona

Die Vorarbeiten sind fast erledigt, noch in diesem Jahr soll Baustart für das neue Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Lüttringhausen sein. Damit sind die Tage der denkmalgeschützten Wache an der Richard-Koenigs-Straße gezählt. Das historische Gebäude genügt schon lange nicht mehr den Anforderungen eines modernen Brandwesens.

Am Samstag rückten die Lüttringhauser Brandbekämpfer mit Häcksler, Kettensäge und Astschere an und befreiten das Baugrundstück an der Lockfinker-/Ecke Schulstraße von Sträuchern, kleineren Bäumen und Gestrüpp. Unterstützung erhielten die 18 aktiven Mitglieder des Löschzugs Lüttringhausen von Kameraden aus der Ehrenabteilung und der Jugendfeuerwehr.

Mit diesem ehrenamtlichen Einsatz wollten die Feuerwehrleute ein Zeichen setzen, indem sie an der Entstehung ihres neuen Domizils mitarbeiten, sagte Einheitsführer Michael Ptok. Und dieser Einsatz spart der Stadt als Bauherrin Kosten, die für die erforderliche Rodung bei der Beauftragung eines Unternehmens angefallen wären. Begleitet wurde die Aktion von Patrick Gröne und Josef Köster von der Berufsfeuerwehr. "Dieses Haus wird vielerlei Anforderungen erfüllen müssen - angefangen von rutschfesten Böden über Trockenräume und die benötigten Kommunikationswege bis hin zur Sicherung von Strom und Heizung bei einem Netzausfall. Da muss sehr viel Technik verbaut werden", erläuterte Köster, der seitens des Fachdienstes Feuerwehr die technische Beratung und Begleitung des Baus übernimmt. Weiterhin involviert ist das städtische Gebäudemanagement. Jetzt, wo das Gelände weitgehend frei von Bepflanzung ist, kann man sich vorstellen, dass die neue Wache auf das Grundstück passt.

Mit der Rückseite wird der Bau an die benachbarten Gärten anschließen. Richtung Stadtmitte Lüttringhausen sollen der Eingang und die Ausfahrten der Fahrzeughalle sein, die in einer ökonomischen Stahlskelettbauweise entstehen wird. Der Sozialtrakt mit Schulungs-, Aufenthalts- und Sanitärräumen sowie ein Zimmer für die Jugendfeuerwehr soll auf konventionelle Weise errichtet werden.

Die Bauausrichtung schirmt bestmöglich Geräusche von der bestehenden Wohnbebauung ab. "Die Kontakte zu den Nachbarn sind bislang sehr gut. Und viele sagen: Ist doch prima, die Feuerwehr um die Ecke zu haben. Was kann uns Besseres passieren?", berichtete Michael Ptok. Zwei Bäume auf dem Grundstück stehen unter der Baumschutzsatzung. Sobald die Genehmigung erteilt ist, sollen sie genauso wie eine große Tanne fachkundig gefällt werden. Josef Köster rechnet damit, dass dann kurzfristig mit den Erdarbeiten begonnen wird und der Hochbau im nächsten Frühjahr erfolgen kann. "Mit ein bisschen Glück können wir in einem Jahr einziehen. Darauf haben wir lange gewartet", spielte Michael Ptok auf die schwierige Suche nach einem zentral gelegenen, passenden Baugrundstück an.

Quelle: RP
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