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Remscheid
Firma Wurm plant Ausbau am Firmensitz

Remscheid. Familienunternehmen möchte weiteres Gebäude an der Morsbachtalstraße errichten. Von Michael Bosse

Die Sägenherstellung stand am Anfang der Firmengeschichte, dann hielt ab 1960 der Bau von Schaltschränken Einzug, seit Mitte der 80er Jahre steht die Entwicklung von Steuerungsgeräten in Kälteanlagen und Gebäudetechnik für Lebensmittelmärkte im Fokus. Das Familienunternehmen Wurm hat seit seinem Start im Jahr 1872 immer wieder wichtige Neuausrichtungen erlebt. Mittlerweile ist die Firma einer der Marktführer für Kälte- und Gebäudetechnik im Lebensmittelhandel in Europa.

Gerade im Zeichen des Klimawandels sollen die Kühlanlagen in den großen Märkten nicht nur sparsam sein, sondern auch zum Umweltschutz betragen - hinzu kommt die fortschreitende Digitalisierung. Horst Peter Wurm sieht sein Unternehmen in all diesen Bereichen gut aufgestellt. "Die Kunden wollen bei den Energiekosten sparen und zugleich eine lückenlose Kontrolle der Kühlware haben - und zwar sowohl in der einzelnen Filiale wie auch im Filialnetz", sagt der geschäftsführende Gesellschafter, der das Familienunternehmen in vierter Generation leitet. Hinzu kommt, dass immer mehr Menschen beim Kochen gerne auf sogenannte Convenience-Produkte zurückgreifen. Und die müssen nun einmal im Handel dauergekühlt werden.

Im vergangenen Jahr hat Wurm nach eigenen Angaben rund 300.000 Regelgeräte für Kältetechnik verkauft. Über die Installateure der Kälteanlagen werden die Lebensmittelhändler beliefert: Die Technik von Wurm kommt vor allem in Kühlanlagen in Deutschland, dem deutschsprachigen Ausland und Osteuropa zum Einsatz.

Um die schnelle Temperaturkontrolle in den Kühlanlagen zu erleichten, brachte das Unternehmen im vergangenen Jahr einen "Ampel-Check" auf den Markt, der bei Problemen auf rot springt. Schließlich liegen in den Kühlregalen und Truhen der Supermärkte heutzutage Lebensmittel von beachtlichem Wert. "Ein Ausfall der Kühlung kann da schnell einen hohen Schaden verursachen", weiß Wurm.

Um die Kontrolle der Kühlware zu sichern, setzt das Unternehmen auf Systemlösungen. Neben der Bereitstellung der Technik können die Daten auch verwaltet und eventuelle Unregelmäßigkeiten dokumentiert werden.

Dazu hat das Unternehmen eine spezielle Software entwickelt; auf einem großen Server werden die Daten gesammelt und ausgewertet. Derzeit betreut das Unternehmen europaweit rund 7.000 Supermärkte.

Im Jahr 2009 hatte das Unternehmen seinen Hauptsitz von der Kratzberger Straße an die Morsbachtalstraße verlegt. Am alten Firmenstandort werden noch die Regelgeräte hergestellt. Weil sich das Geschäft gut entwickelt, plant Wurm nun die Erweiterung. Gegenüber dem rund 7.500 Quadratmeter großen Firmengelände soll ein Hang bebaut werden. In einem terrassenartigen Gebäude sollen zusätzliche 2.000 Quadratmeter Nutzfläche entstehen: Plan ist, dass dort Büroräume und ein Lager für Elektronik einziehen.

Das Gelände ist schon gerodet und weitgehend hergerichtet. In den kommenden Wochen sollen die Bauarbeiten beginnen, die Stadtverwaltung hat gerade erst die Baugenehmigung erteilt.

Die beiden Gebäude sollen dann mit einer Brücke - in sechs Meter Höhe über die Morsbachtalstraße - verbunden werden.

Rund drei Millionen Euro dürfte die Erweiterung nach Einschätzung von Horst Peter Wurm kosten.

Quelle: RP
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